Guten Tag, wie fühlst du dich grade? Diese Frage steht am Beginn einer Workshopreihe Ende Februar, die Raum für gemeinsames Nachdenken, Spüren und Zuhören eröffnet. In drei kostenfreien Formaten laden der Künstler Ariel Reichman und eingeladene Gäste dazu ein, sich mit Sicherheit, emotionalem Erbe und den Auswirkungen gesellschaftlicher und politischer Gegenwart auseinanderzusetzen.
Mit körperlichen Übungen, klanglichen Experimenten und einem vertiefenden Vortrag entstehen kollektive Momente der Wahrnehmung und des gemeinsamen Austauschs.
Termin 13. Februar
16 Uhr Treffpunkt Museumskasse, Sonderführung »Von Henkern, Folter und Hexenwahn«.
Bei dieser Führung im Bucksturm, dem ehemaligen Gefängnis der Stadt, erfahren die Teilnehmer vom Leben und Handwerk eines Henkers, von Folter, Haft und den berühmtesten Gefangenen. Begleitet werden sie auf dieser Tour auch zu den Orten der Osnabrücker Hexenprozesse, und sie hören von den Schicksalen der Opfer und der Täter. Preis 4 Euro pro Person, zuzüglich Eintritt.
Termin 14. Februar
15.30 Uhr im Felix-Nussbaum-Haus Kuratorinnenführung mit Dr. Mechthild Achelwilm durch die Ausstellung »Ariel Reichmann. Keiner soll frieren!«
In dieser Führung gibt die Kuratorin Einblick in die Arbeiten von Ariel Reichman, der persönliche Erinnerungen mit Fragen nach Empathie, Verletzlichkeit und gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Ausgehend vom Werk Felix Nussbaums reflektiert Reichman die Gegenwart im Spiegel der NS-Vergangenheit und fragt, was von Geschichte in Dingen, Bildern und Denkweisen fortwirkt.
Preis 4 Euro pro Person, zuzüglich Eintritt.
Termin 14. Februar
10 bis 18 Uhr »Photo Academy: Selbstinszenierung« Workshop am Valentinstag.
Wie wirken Licht und Raum auf den eigenen Körper? Welcher Bildausschnitt erzählt welche Geschichte? Welche Pose, welcher Blick, welches Objekt unterstützt die gewünschte Darstellung? Diesen Fragen widmet sich ein eintägiger Workshop für ambitionierte Fotograf:innen mit Verdiana Albano, Preisträgerin des Nachwuchspreises des „Felix Schoeller Photo Awards“.
Bitte mitbringen: Kamera oder Smartphone, ggf. Speicherkarte, Stativ, optional Blitz oder Dauerlicht, persönliches Material (Objekte, Fotos, Texte), analoge Filter, ein Laptop zur Bildauswahl.
Die Teilnahme kostet 99 Euro regulär, 30 Euro für Studenten – die ersten drei Studenten nehmen kostenfrei teil. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Platzreservierung kann nur bei Vorkasse garantiert werden.
Termin 26. Februar
18.30 Uhr im Veranstaltungssaal »Wo der Name wohnt« – Lesung und Gespräch mit Ricarda Messner.
Den Worten ihres Urgroßvaters Salomon folgend, findet Ricarda Messner ein Fenster im ehemaligen Rigaer Ghetto und zeichnet von dort aus die Wege von vier Generationen nach – vom sowjetischen Lettland der siebziger Jahre bis nach Deutschland.
Eintritt: 9 Euro / ermäßigt 7 Euro – Eine Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen und der Volkshochschule Osnabrück.
Workshops von und mit Ariel Reichman
Termin 28. Februar
13 Uhr »What does safety feel like? | Wie fühlt sich Sicherheit an?« mit Shay Kukui und Ariel Reichman.
Die Tänzerin Shay Kukui leitet zusammen mit Ariel Reichman verschiedene Körperübungen an. Ist es möglich, in unserem Museum einen kollektiven Moment der Entspannung und Erleichterung in Bezug auf unsere aktuelle politische und soziale Welt zu erleben?
Teilnahme kostenfrei, in englischer Sprache.
Termin 28. Februar
15 Uhr »What does safety sound like? | Wie klingt Sicherheit?« mit Shabnam Parvaresh und Ariel Reichman.
Die Musikerin Shabnam Parvaresh und Ariel Reichman arbeiten mit den Teilnehmenden an der Frage „Wie klingt Sicherheit?“. Gemeinsam werden die subjektiven und kollektiven Klänge des Sich-sicher-fühlens erforscht.
Teilnahme kostenfrei, Deutsch/Englisch.
Termin 1. März
14 Uhr im Veranstaltungssaal: »Emotionales Erbe und das Vermächtnis von Traumata | Emotional inheritance and the legacy of trauma« mNähereit Dr. Galit Atlas (per Videokonferenz) und Ariel Reichman (vor Ort)
Die Psychoanalytikerin Dr. Galit Atlas lädt in diesem Vortrag mit anschließendem Gespräch ein. Sie untersucht, wie die unbewussten Verbindungen zu den Traumata unserer Vorfahren unser emotionales Erleben und Verhalten beeinflussen.
Teilnahme kostenfrei, in englischer Sprache
Nähere Informationen: Museumsquartier Osnabrück, Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück, Deutschland, Telefon: 05413232237, E-Mail: museum@osnabrueck.de, Internet:
http://www.museumsquartier-osnabrueck.de