„Tracks to the Future“ im Museum Küppersmühle

Von Duisburg nach China – Kunst und Kultur als Ausgangspunkt für Verständigung

Die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. und Global Neighbours haben im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg den Auftakt von „Tracks to the Future“ gefeiert. Unter der Moderation des China Experten Frank Sieren diskutierten Jovanka Porsche, Armin Laschet, Tim Höttges, Philipp Rösler und Markus Lüpertz über Europas Verhältnis zu Asien und die Bedeutung persönlicher Begegnungen für Politik, Wirtschaft und Kultur.

Die von Jovanka Porsche initiierte Reise soll Menschen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kunst auf dem Weg von Duisburg über Südosteuropa, die Türkei und Zentralasien nach Xi’an zusammenbringen. Die Idee dahinter: Zeit für Gespräche zu gewinnen, die im eng getakteten Konferenzbetrieb oft fehlt. Porsche will damit „Menschen Kulturverständnis schaffen“. zusammenbringen, ein besseres Für die Stiftung knüpft der Abend an ihre langjährige Zusammenarbeit mit China an. Mit „China 8“ an Rhein und Ruhr und „Deutschland 8“ in Peking hat sie bereits große Ausstellungsprojekte zwischen Deutschland und China realisiert. Walter Smerling, Vorsitzender der Stiftung und Direktor des MKM, beschrieb den Auftrag der Stiftung: „Es ist uns seit jeher ein großes Anliegen, etwas zu tun: Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen, Kunst in Ausstellungen zu zeigen, denn die Kunst ist die Basis ist für Dialog.“

Warum die Reise in einem Kunstmuseum beginnt, erläuterte Philipp Rösler: Wer andere Gesellschaften verstehen wolle, müsse ihre Menschen und ihre Kultur kennenlernen. Armin Laschet warb dafür, sich in andere Positionen hineinzuversetzen und durch Gespräche gemeinsame Lösungen zu finden. Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, plädierte für offene Handelsbeziehungen und den Austausch von Wissen, zugleich aber für die Vermeidung einseitiger Abhängigkeiten: „Souveränität heißt Wahlfreiheit.“ Wie unterschiedlich die Perspektiven ausfallen können, zeigte der lebhafte Austausch zwischen Höttges und Markus Lüpertz. Lüpertz betonte die Wichtigkeit künstlerischer Urheberschaft in den Zeiten der KI.

Das Streichquartett „Les Essences“ unter der Leitung von Önder Baloglu begleitete den Abend mit musikalischen Bildern aus Istanbul. Unter den Gästen begrüßte Walter Smerling auch Brigitte Seebacher, Stephan Balkenhol, Andreas Gursky, Jean-Remy von Matt und Till Brönner.

Über die Stiftung für Kunst und Kultur

Die Stiftung für Kunst und Kultur wurde 1986 als unabhängige Privatinitiative gegründet. Sie konzipiert und realisiert Ausstellungen, betreut Sammlungen, veranstaltet Diskussionen an der Schnittstelle von Kultur, Politik und Wirtschaft und präsentiert zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum. Die Stiftung betreibt seit 1999 das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg und hat weit über 300 Kunst- und Kulturprojekte im In- und Ausland umgesetzt. Ihr Ziel ist es, Kunst und Kultur als wesentliche Bestandteile des gesellschaftlichen Zusammenlebens und Diskurses zu stärken.

Nähere Informationen: Museum für moderne Kunst Küppersmühle, Philosophenweg 55, 47051 Duisburg, Telefon 0203 30194811, E- Mails: kasse@museum-kueppersmuehle.de (für Kasse und Information), buchung@museum-kueppersmuehle.de (für Buchung von Führungen und Workshops) und office@museum-kueppersmuehle.de (für Stornierungen und Fragen zu Tickets), Internet: www.museum-kueppersmuehle.de. Geöffnet ist von Freitag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

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