Elly Tamminga – Malerin für alle
Nach Jahrzehnten relativer Stille erhält das Werk von Elly Tamminga (*1896 – +1983) erneut die Aufmerksamkeit, die es verdient. Eine noch bis zum 30. August zu sehende Ausstellung im Kasteel het Nijenhuis in Heino hebt die Arbeiten dieser eigenwilligen niederländischen Malerin und Grafikerin hervor, dessen Werk seit langem nur Insidern bekannt ist. Obwohl Tamminga ab den 1920-er Jahren regelmäßig im In- und Ausland ausstellte und ein beeindruckendes Werk aufbaute, verschwand sie nach 1970 fast vollständig aus der Öffentlichkeit. Die Tatsache, dass ihre Arbeit nun wieder präsentiert wird, markiert einen besonderen Moment der Wiederentdeckung.
Tammingas Kunst ist figurativ und hat ihre Ursprünge im Kubismus, mit kraftvollen Farbflächen, klaren Kompositionen und manchmal einer ausgeprägten sozialen Beteiligung. Sie malt Landschaften, Stillleben, Porträts und Alltagsszenen und fertigt zudem grafische Arbeiten an, die bewusst für ein breites Publikum erschwinglich sind. Ihre Kunst wird von Idealen, Einfachheit und Zugänglichkeit dominiert, doch zu ihrer Zeit wurde sie anders aufgenommen und selten von Museen gekauft. Diese Ausstellung zeigt, wie reichhaltig und beständig ihr Werk ist, und lädt Elly Tamminga ein, wieder einen Platz in der niederländischen Kunstgeschichte zu erhalten.
Diese Ausstellung lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf das Werk und Leben von Elly Tamminga. Tamminga war eine niederländische Malerin, Grafikerin und Geschäftsfrau, die ihre Kunst bewusst unter anderem nutzte, um soziale Ungleichheit sichtbar zu machen. Aus einem privilegierten Umfeld entschied sie sich nachdrücklich für den Sozialismus und oft für Themen aus dem Leben von Arbeitern, Fischern, Hirten und Bauern. Die Ausstellung zeigt, wie Tamminga Kunst, Überzeugung und persönliche Freiheit verband und wie ihre Arbeit sich auf Zeitgenossen wie Lou Loeber, Peter Alma, Toon Verhoef und Antoon Derkinderen bezieht.
Wilma Wilbrink – In Veeneiken II
Unter dem Titel „Veeneiken II“ zeigt Wilma Wilbrink Arbeiten, die aus jahrhundertealten Eichen stammen, die 2013 beim Room for the River-Projekt entlang der IJssel bei Zwolle freigelegt wurden. Diese Bäume, die seit mehr als 2000 Jahren unter Torf erhalten sind, bilden den Ausgangspunkt für skulpturale Arbeiten, in denen Naturgeschichte und zeitgenössische Klimafragen zusammenkommen. Wilbrink bezieht sich auf mögliche zukünftige Wasserstände und ermöglicht es der Moor-Eiche, als stiller Zeuge menschlichen Eingriffs und Landschaftswandels zu wirken. Die Wachstumsringe verraten von Wachstum, Dürre und Wasser, während eine Leiter das verletzliche Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur sichtbar macht.
In dieser Ausstellung tritt ihre Arbeit in den Dialog mit Landschaftsbildern aus der Fundatie-Sammlung von Emmy Bergsma, Paul Bodifee, Jeroen Krabbé, Jan Voerman und vielen mehr. Jedes dieser Werke erzählt eine andere Geschichte über die Overijssel-Landschaft und die Veränderungen, denen sie unterliegt.
Nähere Informationen: Kasteel het Nijenhuis, ´t Nijenhuis 10, 8131 RD Heino/Wijhe, Telefon: 0572 388188, E-Mail: info@museumdefundatie.nl