Jahresvorschau 2026 der Kunsthalle Bielefeld

„Mit der Kunst die Welt befragen – dieser Mission verschreiben wir uns auch im kommenden Jahr. Wir laden Sie herzlich ein, die Kunsthalle Bielefeld als einen Ort zu erleben, der neue Perspektiven auf unsere Gesellschaft eröffnet und inspirierende Impulse setzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kunsthalle Bielefeld zum Jahresprogramm 2026. Den Auftakt bildet die Ausstellung „Alles Licht. Light and Space gestern und heute“, die noch bis zum 1. März 2026 zu sehen ist. Hier ein Einblick in die kommenden Highlights:

Duane Linklater – Cache

21. März bis 14. Juni 2026

Wenn wir Dinge sammeln, entsteht eine eigene Welt: Wir verbinden, bewahren, ordnen Bedeutung zu. Das gilt im persönlichen Familienarchiv ebenso wie im Museum, das seine Sammlungen nutzt, um Geschichten über Herkunft und Identität zu erzählen.

Welche Verbindungen stiften unsere Dinge? Was bewahren wir – und warum? Welche Geschichten entstehen aus dem, was wir sammeln? Für seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland entwickelt der kanadische Künstler Duane Linklater (*1976) ortsspezifische Installationen. Ausgangspunkt ist der Begriff „cache“, ein Hort, der sowohl „Sammlung“ als auch „Struktur“ oder „Rahmen“ bedeuten kann. In Indigenen Kulturen Kanadas diente ein Cache der Aufbewahrung und Weitergabe von Gegenständen, Erinnerungen und Wissen – ein Prinzip, das Linklater in die Gegenwart überträgt.
Linklater, Omaskêko Ininiwak (Moose Cree First Nation), hat für die Ausstellung modulare, skulpturale Gerüstkonstruktionen – „caches“ – entwickelt. Diese Strukturen tragen Gemälde, gefundene Objekte, Möbel und persönliche Dinge seiner Familie. Sie bilden eine Art aufgeschichteten Hort: ein Speicher, in dem Gegenstände in eine mögliche Zukunft hinein verwahrt werden und sich zugleich der direkten Aneignung entziehen. Linklater knüpft damit an familiäre und kulturelle Formen des Sammelns an und verbindet sie mit Erzählungen über Zirkulation, Bewahrung und Bedeutungswandel — von Alltagsobjekten bis zu archäologischen Funden, wie jenen tausende Jahre alten Indigenen Werkzeugen, die in jüngster Zeit rund um Ottawa entdeckt wurden.

Im Zusammenspiel mit unserer Sammlungspräsentation entsteht ein Resonanzraum zwischen unterschiedlichen Zeiten und Kulturräumen. Die Ausstellung macht erfahrbar, wie Dinge Geschichten tragen, Verbindungen schaffen und kulturelle Kontinuitäten wie Brüche sichtbar machen — und wie sich in diesen Zusammenstellungen persönliche und kollektive Perspektiven überlagern.

So wird die Kunsthalle zu einem vielschichtigen Speicher, in dem Linklaters Gerüste zu materiellen Metaphern für Behutsamkeit, Wiederherstellung und das Weitertragen von Bedeutungen werden.
Die Ausstellung wird gemeinsam mit dem Künstler, der Wiener Secession und der Galerie Rudolfinum, Prag, konzipiert.

Geteilte Ansichten. Kunsthalle Bielefeld x Sammlung KiCo – Teil I: Vom Teilen und Geteiltsein

4. Juli bis 1. November 2026

Was passiert, wenn wir teilen – Ideen, Räume, Verantwortung? Mit „Geteilte Ansichten“ eröffnet die Kunsthalle Bielefeld ein umfassendes, zweiteiliges Ausstellungsprojekt, das das Teilen als ästhetisches, soziales und politisches Prinzip ins Zentrum rückt. Die Schau verbindet Werke aus der Sammlung KiCo mit Positionen aus der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld. Die Sammlung KiCo wurde 2009 von Doris Keller-Riemer und Hans-Gerd Riemer ins Leben gerufen – mit der Zielsetzung, nicht nur in einer privaten Sammlung zu münden, sondern sich in kontinuierlicher Zusammenarbeit mit öffentlichen Museen zu entwickeln. In engem Dialog mit dem Kunstmuseum Bonn und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, die bei der Auswahl und den Entscheidungen für den Ankauf von Kunstwerken partnerschaftlich mitwirken, fließen Überlegungen zu einer sinnvollen und denkbaren Erweiterung der jeweiligen Kunstsammlungen ein.

Ab 2026 ist die Kunsthalle Bielefeld neues Partnermuseum und freut sich darauf, in zwei Ausstellungstakten das neue Zusammenspiel in unterschiedlichen Zugangsformen vorzustellen. „Vom Teilen und Geteiltsein“ untersucht, wie tief das Teilen in unsere Lebenswirklichkeit eingeschrieben ist: als Gestaltung von Raum, als Trennung und Grenzziehung, als Austausch von Material und Information, als Verteilung, Konfrontation und Kommunikation. Die gezeigten Kunstwerke greifen Spuren, Oberflächen, Bildwelten und persönliche Handschriften auf und verweben sie zu neuen gemeinsamen Erzählungen. Aus Fragmenten entsteht ein größeres Ganzes; aus individuellen Perspektiven ein Resonanzraum kollektiver Erfahrung.

Die Ausstellung stellt damit eine zentrale Frage unseres Zusammenlebens: Wie prägt das Teilen unsere Gesellschaft – und welche Rolle können Museen als öffentliche Orte im Aushandeln dieser geteilten Wirklichkeiten spielen? In diesem Dialog zwischen historischen und zeitgenössischen Positionen entsteht ein offener Raum, in dem Kunst nicht nur betrachtet wird, sondern Verantwortung, Gemeinschaft und Austausch sichtbar macht.

Folgende Künstlerinnen und Künstler sind vertreten: Monica Bonvicini, Andrea Büttner, Sandro Chia, George Condo, Thomas Demand, Lucio Fontana, Andreas Gefeller, Isa Genzken, Erik van Lieshout, Daniel Knorr, Michel Majerus, Marcel Odenbach, Ulrich Rückriem, Tomás Saraceno, Corinne Wasmuht, Clemens von Wedemeyer und andere.

Teil II: Willst du mit mir gehen? – Sammlungen im Dialog

21. November 2026 bis 21. Februar 2027

„Man muss einsteigen in die Malerei mit beiden Füßen“, so beschrieb die Künstlerin Maria Lassnig ihren künstlerischen Prozess in einem Interview. Ihr Werk „Füsse“ (1987/89) aus der Sammlung KiCo steht zeichenhaft für den zweiten Teil der Ausstellung, in der neue mögliche Gangarten mit der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld eingeschlagen werden und sich zugleich neue Standpunkte eröffnen. „Miteinander gehen“ bedeutet, dass Werke aus zwei Sammlungen zusammenfinden und miteinander ins Gespräch kommen, sich gegenseitig ergänzen, erweitern, hinterfragen und auch widersprechen.

Die Auseinandersetzung mit Malerei, Raum und Abstraktion von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart bildet den verbindenden kunsthistorischen Faden zwischen den Sammlungen. Während die Sammlung der Kunsthalle Schwerpunkte im deutschen Expressionismus und der US-amerikanischen Avantgarde der 1960er-Jahre beinhaltet, knüpft die Sammlung KiCo mit Werken der jüngeren Gegenwart an.

Im Zusammenspiel entstehen neue Sichtachsen; zugleich werden Perspektiven gestärkt, die zuvor weniger sichtbar waren. Werke, die in der Sammlung der Kunsthalle vorhanden sind u.a. Arbeiten von Monica Bonvicini, Herbert Brandl, Gerhard Hoehme, Günter Fruhtrunk, Shannon Bool, Michel Majerus oder Charline von Heyl können mit weiteren Werken aus der Sammlung KiCo ergänzt und so das Werk umfangreicher vorgestellt werden. Bisher gänzlich fehlende Werke von Künstlerinnen wie Marcia Hafif, Katharina Grosse, Sarah Morris oder Maria Lassnig führen die in unserer Sammlung angelegten Setzungen etwa von Agnes Martin, Sigmar Polke, Gerhard Richter oder Georg Baselitz in die jüngere Geschichte fort.

Die ausgewählten Werke erweitern das bestehende Profil unserer Sammlung und zeigen, wie sich Perspektiven durch gemeinsames Sammeln öffnen und verschieben lassen. Historische und aktuelle Positionen treten in einen Dialog. Klassische Formen und Konzepte werden zeitgenössischen gegenübergestellt, skulpturale und raumbezogene Arbeiten verschränken sich, fotografische und mediale Arbeiten erweitern die narrative Dimension der Sammlungen.

„Willst du mit mir gehen?“ ist als sichtbarer Ausdruck einer Sammlungspraxis konzipiert, die auf Kooperation, Offenheit, Nachhaltigkeit und Bewegung setzt. Die Ausstellung wird so zu einem experimentellen Denkraum, in dem Zukunftsperspektiven musealer Arbeit erprobt und die Grundlagen eines gemeinsamen kulturellen Gedächtnisses neu ausgelotet werden.
Folgende Künstlerinnen und Künstler sind vertreten: unter anderem Nevin Aladağ, Karla Black, Georg Baselitz, Monica Bonvicini, Shannon Bool, Louise Bourgeois, Herbert Brandl, Angela Bulloch, Matti Braun, Alexander Calder, Sonia Delaunay, Nicole Eisenman, Olafur Eliasson, Isa Genzken, Katharina Grosse, Cao Fei, Günter Fruhtrunk, Marcia Hafif, Charline von Heyl, Maria Lassnig, Annette Kelm, Agnes Martin, Michel Majerus, Henry Moore, Sigmar Polke, Germaine Richier, Gerhard Richter, Karin Sander, Adrian Schiess, Hiroshi Sugimoto, Wolfgang Tillmans, Philipp Timischl und James Welling.

Nähere Informationen: Kunsthalle Bielefeld, Artur-Ladebeck-Straße 5, 33602 Bielefeld, Telefon: 0521 32999500, Fax: 0521 329995050, E-Mail: info@kunsthalle-bielefeld.de. Die Kunsthalle ist am Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Pekka Halonen. Eine Ode an Finnland

Das Rijksmuseum Twenthe präsentiert ab dem 20. März 2026 die erste große Überblicksausstellung des finnischen Malers Pekka Halonen (1865–1933) in den Niederlanden.

Halonen gehört zu den beliebtesten Künstlern Finnlands, ist jedoch außerhalb seines Heimatlandes beim breiten Publikum weniger bekannt. Nach früheren erfolgreichen Ausstellungen mit Werken skandinavischer Künstler möchte das Rijksmuseum Twenthe dies ändern, indem es in Zusammenarbeit mit dem Ateneum Art Museum (Helsinki), dem Petit Palais (Paris) und dem Ordrupgaard Museum (Charlottenlund, Dänemark) Halonens erste große Retrospektive außerhalb Finnlands präsentiert.

Die Ausstellung

Die Präsentation umfasst 94 Werke, größtenteils Gemälde von Halonen, ergänzt durch einige persönliche Malutensilien aus Halosenniemi, Halonens selbst entworfenem Atelierhaus am Ufer des Tuusula-Sees. Der Großteil der Leihgaben stammt aus der Sammlung des Ateneum Art Museum in Helsinki. Ergänzt werden diese durch Leihgaben aus verschiedenen anderen finnischen Museen sowie aus Privatsammlungen. Die Ausstellung zeigt die künstlerische Entwicklung Halonens – von seinen Studienjahren in Paris über seine Teilnahme an der Weltausstellung von 1900 bis zu seiner Rückkehr nach Finnland, wo er sich am Tuusula-See niederließ. Den Abschluss bilden Halonens Winterlandschaften – ein Thema, das ihn dauerhaft faszinierte. Dank seiner scharfen Beobachtungsgabe verstand er es wie kaum ein anderer, das finnische Licht, die Kälte und die Stille darzustellen. Diese Werke gehören zu seinen bekanntesten und brachten ihm den Beinamen „Schneemaler“ ein.

Halonen zwischen Paris und Finnland

Als talentierter Sohn einer Bauernfamilie zog Halonen nach Paris, wo er zwischen 1890 und 1893 an der renommierten Académie Julian studierte – gemeinsam mit Eero Järnefelt und Akseli Gallen-Kallela. Seine künstlerische Entwicklung wurde besonders durch seine Lehrzeit bei Paul Gauguin geprägt, dessen Kunst eine wichtige Inspirationsquelle für ihn war.

Halonens Beitrag zum finnischen Pavillon auf der Weltausstellung von 1900 – darunter „Der Luchsjäger“ und „Die Wäsche auf dem Eis“ – markierte einen Wendepunkt: Zum ersten Mal präsentierte sich Finnland international als eigenständige Nation, unabhängig von Russland. In diesen monumentalen Werken zeigt Halonen, wie er die finnische Identität in Alltagsszenen und in der engen Verbundenheit von Mensch und Natur einzufangen wusste.

Nach seiner Rückkehr nach Finnland entwickelte er eine neue Sichtweise auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Von seinem Atelierhaus Halosenniemi aus zog er mit Staffelei in die Winterkälte, um die Landschaft aus nächster Nähe zu studieren. Anders als viele Zeitgenossen, die ihre Landschaften oft aus der Vogelperspektive konstruierten, entschied sich Halonen für intime, beinahe greifbare Nahaufnahmen der Natur.

Halosenniemi war zudem ein lebendiger Treffpunkt: Halonen lebte dort mit seiner Frau und acht Kindern und empfing zahlreiche Gäste. Wohnen, Arbeiten und Naturerleben verschmolzen dort zu einem organischen Ganzen. Nicht nur Halonens Kunst, sondern auch sein Lebensstil spiegelte sein Streben nach Harmonie zwischen Mensch und Natur wider.

Aktualität von Halonens Werk

Obwohl Halonen vor mehr als einem Jahrhundert arbeitete, bleibt seine Thematik hochaktuell. Er hielt die Schönheit der finnischen Landschaft und ihrer Jahreszeiten in einer Zeit fest, in der durch zunehmende Industrialisierung großflächig Bäume in den finnischen Wäldern gefällt wurden. Seine Gemälde fungierten daher als subtile Warnung vor der Zerstörung der Natur. In unserer heutigen Zeit, in der der Wechsel der Jahreszeiten durch den Klimawandel immer stärker unter Druck gerät, ist seine Mahnung, sorgsam mit der Natur umzugehen, aktueller denn je.

Halonen erkannte, wie ein Künstler seine Vorstellungskraft einsetzen konnte und wie die Darstellung der Landschaft zur Bildung einer nationalen Identität beitragen konnte. Seine finnischen Landschaften können daher auch als Versuch gesehen werden, die finnische Nation zu fassen – in einer Zeit, in der die finnische Identität durch russische Propaganda unter Druck stand und das Land nach Unabhängigkeit strebte.

Diese Themen von Identität und unserem Umgang mit der Natur knüpfen eng an die Programmlinien Het Groene Lab und Identiteit des Rijksmuseum Twenthe an. Innerhalb dieser beiden Linien stehen gesellschaftliche Fragestellungen im Mittelpunkt: Sie erkunden sowohl das Verhältnis des Menschen zur Natur als auch unsere Beziehung zu uns selbst und zu anderen.

Publikation und Begleitprogramm

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog, herausgegeben von Waanders Uitgevers, mit Beiträgen von Anna-Maria von Bonsdorff (Ateneum), Anne-Charlotte Cathelineau (Petit Palais) und Valentijn As (Rijksmuseum Twenthe). Darüber hinaus entwickelt das Museum ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, Vorträgen, Workshops und einem großen Mitsommernachtsfest.

Nähere Informationen: Rijksmuseum Twenthe, Lasondersingel 129-131, 7514 BP, Enschede, Telefon +31 53201 2000, Internet www.rijksmuseumtwenthe.nl. Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Bas Kosters. Many loving arms

Ab dem 14. Februar 2026 wird in Enschede, wo Bas Kosters an der Kunstakademie AKI seine künstlerische Karriere begonnen hat, unter dem Titel Many Loving Arms eine erste große Ausstellung mit seinen in den letzten zehn Jahren entstandenen Werken im Rijksmuseum Twenthe gezeigt.

„Many loving arms“ ist keine traditionelle Ausstellung. Es ist ein Universum, das einen umarmt. Bas Kosters baut eine Welt, die vor Farbe, Sanftheit und gleichzeitig Widerstandskraft nur so strotzt. Ein Ort, an dem Selbstliebe kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist. Wo Queerness, Hoffnung, Sinnlichkeit und Verletzlichkeit eine Sprache bilden, die man nicht nur hört und versteht, sondern auch fühlt. Die Ausstellung ist ausladend und intim, leichtfüßig, aber auch genau auf den Punkt. Kosters lädt in eine Welt ein, in der jeder Raum einnehmen, sich selbst erfinden und manchmal an 1000 imaginären Armen anlehnen darf.

Die Welt des Bas Kosters

Hinter dieser farbenfrohen Energie verbirgt sich aber auch ein forscherischer Aspekt, der über Form und Ausdruck hinausreicht. Kosters erforscht, wie Menschen sich in einer Welt behaupten, die Freiheit und Glück in den Mittelpunkt stellt, zugleich aber Gefühle von Druck, Entfremdung und Konkurrenz erzeugt.

Seine Wandteppiche, Skulpturen, Keramiken und Zeichnungen sind Mittel, um grundlegende Fragen zu erforschen: Wie findet man Sicherheit, wie schafft man Raum für sich selbst, wie lebt man mit Verletzlichkeit und Sehnsucht? Themen wie Einsamkeit, Selbstliebe, Sinnlichkeit und Queerness erhalten bei Kosters eine passende Bildsprache, die feinfühlig aber auch direkt ist. Sein Werk zeigt, wie Vorstellungskraft, Humor und Sanftheit Gegenkräfte bilden können in einer Zeit, in der Nuancen und Menschlichkeit unter Druck stehen. Die Welt von Bas Kosters bleibt nicht innerhalb des Ausstellungsraums des Museums. So begrüßt das monumentale „It’s Me“ die Besucher im Museumscafé – eine fröhliche, muskulöse, eigenwillige Erinnerung daran, dass Heldentum nicht nur jenen gehört, die als Helden angesehen werden.

14. Februar: Eröffnung voller Liebe

Die Ausstellung eröffnet – wie könnte es anders sein – am Valentinstag. „Many Loving Arms“ ist ein Fest der Verbundenheit. Das Museum startet mit Workshops, Musik und Begegnungen, die das Herz von Bas’ Werk zum Schlagen bringen. Alle sind willkommen.

Publikation

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit vielen ganzseitigen Abbildungen, die die vielschichtige Welt von Bas zum Leben erwecken. Der Kunstjournalist Edo Dijksterhuis schrieb einen ausführlichen Essay über die Entwicklung von Bas in dieser Zeit und über den Platz, den sein Werk innerhalb der zeitgenössischen Kunst einnimmt.

Queertours

Dem Rijksmuseum Twenthe ist es wichtig, der Queer-Community in Twente im Rahmen dieser Ausstellung eine Plattform zu bieten. Dies geschieht unter anderem durch die Zusammenstellung eines neuen Queertour-Teams. Die Queer-Guides führen aus ihrer eigenen Perspektive und mit einer persönlichen Geschichte durch die Ausstellung.

Nähere Informationen: Rijksmuseum Twenthe, Lasondersingel 129-131, 7514 BP, Enschede, Telefon +31 53201 2000, Internet www.rijksmuseumtwenthe.nl. Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Museum More zeigt „Bryan Ley, Démasqué“

Die Werke des peruanisch-französischen Künstlers Bryan Ley (1988) säen Verwirrung. Schauen wir uns Fotos an oder etwas anderes? Mit seiner Wahl zwischen Schwarzweiß- oder Schwarzweißgemälden in Acrylfarbe und Tag-Nacht-Modulationen erschafft Ley Dämmerungsgeheimnisse. Inspiriert von Online-Fotos und Bildern aus Zeitschriften, unter anderem, verleiht er seinen Motiven eine ikonische Kraft, die er überraschenderweise in neue Inkarnationen und erfundene Porträts umsetzt. Das Museum MORE mit Sitz in Gorssel/NL präsentiert noch bis zum 3. Mai 2026 mehr als 30 Werke in dieser ersten Einzelausstellung von Bryan Ley.

Paradoxon

Das Erste, was einem an Bryan Leys Werk auffällt, ist sein funkelnder Sprezzatura: die Fähigkeit, technisch komplexe Malerei mühelos erscheinen zu lassen. Der Begriff „Sprezzatura“ wurde von dem italienischen Schriftsteller Baldassare Castiglione (*6. Dezember 1478 in Casatico bei Mantua; †8. Februar 1529 in Toledo, Spanien) als Fähigkeit beschrieben, auch anstrengende Tätigkeiten und Aktivitäten oder solche, die langes Lernen und Üben voraussetzen, leicht und mühelos erscheinen zu lassen.

Leys Meisterschaft zeigt sich in der gewagten Platzierung seiner Figuren und in der spannenden Interaktion zwischen Formen. Es verleiht seinen Porträts sowohl Stärke als auch Rätselhaftigkeit. Obwohl die zugrundeliegende Geometrie zur Abstraktion tendiert, betont Ley selbst, dass das figurative Porträt seine ‚Obsession‘ bleibt, das Thema, zu dem er immer wieder zurückkehrt.

Obwohl Leys Arbeiten realistisch wirken, sind seine Motive keine realen Menschen. Sie sind sorgfältig konstruierte Fiktionen, bestehend aus Fotos aus Zeitschriften, Zeitungen und dem Internet. Die Originalbilder sind ihm unwichtig: „Wenn ich sie exakt reproduzieren würde, würden sie nicht funktionieren. Ich muss viel entfernen, verändern, um zum Wesentlichen zu gelangen.“ Das schafft ein Paradoxon: Porträts, die hyperrealistisch wirken, während die dargestellten Figuren nie existiert haben.

Diese Fiktion spiegelt seinen eigenen Hintergrund wider. Ley wurde in Lima geboren und von einer französischen Familie adoptiert, wuchs in Limoges auf und kehrte nie nach Peru zurück. „Ich weiß alles über meine leiblichen Eltern“, sagt er, „aber ich hatte nie den Wunsch, zurückzugehen.“ Seine Leinwände spiegeln dieses Gefühl wechselnder Identität wider: doppelte Herkunft, hybride Gesichter, Figuren, die weder das eine noch das andere sind. Er begrüßt diese Offenheit: „Ich möchte nicht erklären oder einschränken, wie Menschen die Werke verstehen.“

Obwohl seine Gemälde oft schwarze Figuren zeigen, lehnt er eine politische Agenda ab: „Die dunkle Haut fängt das Licht besser ein, die Spiegelungen sind reicher. Meine Entscheidungen sind ästhetisch.“ Gleichzeitig gibt er zu verstehen, dass Identität in seinem Werk zwangsläufig eine Rolle spielt: Adoption, Jugend, die Suche nach einem Ort. „Ob es dir gefällt oder nicht, alles, was du machst, ist politisch… Dieses Werk handelt auch vom Tod, von größeren existenziellen Fragen“, sagt Ley.

Démasqué : Enttarnung

Materialität spielt eine Schlüsselrolle. Ley sucht nach guten Textilstücken außerhalb des Hauses und spannt bedruckte Stoffe als Träger. Er lässt absichtlich die Seiten seiner Leinwand unbearbeitet, um den ursprünglichen Stoff und das Design zu ‚enttarnen‘. Er malt dünn, sodass das Muster als Kleidung sichtbar bleibt, während die Gesichter in dicken Schichten aufgebaut und undurchsichtig sind. „Sonst würdest du nicht merken, dass es Textilien sind.“ Dieses Spiel von Illusion und Offenbarung unterstreicht die Künstlichkeit seines Werks.

Leys Praxis ist in der Tradition der klassischen Kunsthandwerksausbildung verwurzelt, zu der auch die Arbeit in Pariser Ateliers gehört. In dieser Tradition wird anerkannt, dass jedes Gemälde in gewisser Weise ein Selbstporträt ist: „Wenn es das nicht wäre, wäre es kein gutes Gemälde“, sagt Ley selbst. So schafft er ein Universum aus imaginären Figuren, monumental und faszinierend.

Über Bryan Ley

Bryan Ley (*1988) wurde in Peru geboren und wuchs in Limoges, Frankreich, auf. Er studierte an der Kunstakademie in Poitiers und später am renommierten Van-der-Kelen-Institut für angewandte Künste in Brüssel, wo er eine Bronzemedaille gewann. Seine Arbeiten wurden seitdem in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, und er erhielt den höchsten Malpreis des Institut Culturel Bernard Magrez.

Gastkurator der Ausstellung ist Adrian Dannatt, in Kooperation mit der Museums-Kuratorin Sito Rozema. Adrian Dannatt (1963) ist ein britischer Schriftsteller, Kurator und Sammler. Er lebt und arbeitet abwechselnd in New York, London und Paris.

Die Ausstellung wird von einem illustrierten 48-seitigen Booklet begleitet. Diese Ausgabe ist im Museumsshop für 4,95 Euro erhältlich.

Nähere Informationen: Museum MORE, Hooftstrad 28, 7213 CW Gorssel, Telefon +31 575 760 306, Internet www.museummore.nl. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, und Burg Ruurlo, Vordenseweg 2, 7261LZ Ruurlo. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr.

„Ich, Gustave Courbet“ – Realismus, Rebellion und kosmopolitische Perspektiven

Das Museum Folkwang in Essen präsentiert 2026 ein Jahresprogramm, das historische Bezüge, zeitgenössische Relevanz und kulturelle Vielfalt miteinander verbindet. Herausragende Retrospektiven, international bedeutende Fotografie und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Sammlung machen das Museum zu einem Ort der Reflexion, Vorstellungskraft und des Dialogs zwischen den Künsten aus Gegenwart und Geschichte.

Von der radikalen Bildsprache Gustave Courbets über die transkulturelle Perspektive der Fotografie-Ausstellungen bis hin zur frühen islamischen Sammlung des Museumsgründers Karl Ernst Osthaus spannt sich der Bogen des Jahresprogramms. Mit dem Zusammenspiel aus Historie, Gegenwartskunst und künstlerischer (Er-)Forschung eröffnet es neue Perspektiven auf zentrale Fragen von Kunst und Gesellschaft.
„Mit dem Jahresprogramm 2026 möchten wir die Besucherinnen und Besucher einladen, Kunst als lebendigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu erleben. Wir zeigen, wie radikale künstlerische Positionen, historische Sammlungen und zeitgenössische Praktiken in unserem Museum zusammentreffen – ein Ort, an dem Erfahren und Empfinden verschmelzen“, sagt Peter Gorschlüter, Direktor des Museum Folkwang.

Gustave Courbet: Wegbereiter der Moderne

Mit der großen Retrospektive „Ich, Gustave Courbet“ (Bis 8. November 2026) widmet sich das Museum einem der einflussreichsten Künstler des 19. Jahrhunderts. Courbets kompromisslose Haltung und seine innovative Maltechnik machten ihn zum Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik. Die Ausstellung beleuchtet zentrale Werkgruppen – Selbstbildnisse, soziale Realität, Landschaft, Erotik und Exil – und zeigt, wie Courbets radikaler Realismus der Moderne den Weg bereitete. Die Schau entsteht in Kooperation mit dem Leopold Museum Wien und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron sowie unter dem Ehrenschutz von Alexander Van der Bellen, Bundespräsident der Republik Österreich.

Nach Damaskus … Karl Ernst Osthaus und die islamischen Künste

Die Ausstellung „Nach Damaskus …“ (6. November 2026 bis 21. Februar 2027) stellt zum ersten Mal die ehemalige „Islamische Abteilung“ des Museums in den Fokus. Rund 300 Objekte – von Keramiken über Textilien bis zu Metall- und Glasarbeiten, darunter bedeutende Leihgaben – veranschaulichen, wie die Begegnungen von Karl Ernst Osthaus mit Kunst und Kulturen aus Nordafrika und Westasien die Entwicklung dieser Sammlung prägten. Ausgewählte Werke der Klassischen Moderne, europäisches Kunsthandwerk und zeitgenössische Positionen erweitern den Blick auf die Bestände und ermöglichen neue Perspektiven auf den Sammlungsbereich.
Peter Gorschlüter betont: „Mit „Ich, Gustave Courbet“ und „Nach Damaskus…“ stellen wir zwei Ausstellungen vor, die auf unterschiedliche Weise von der Kraft künstlerischer Erneuerung erzählen. Beide Ausstellungen zeigen, wie eng Kunst, Politik und kulturelle Identität miteinander verwoben sind. In 2026 verhandeln wir diese Fragen neu – mit einer Offenheit, die sowohl den Künstler Courbet als auch das Museum Folkwang seit seiner Gründung prägt.“

Germaine Krull: Chronistin des 20. Jahrhunderts

Mit „Germaine Krull: Chien Fou“ (Bis 15. März 2026) rückt das Museum Folkwang die kosmopolitische Fotografin, deren Nachlass sich seit 1995 in der Fotografischen Sammlung des Museums befindet, in den Mittelpunkt. Neben ihren bekannten avantgardistischen Fotografien der 1920er- und 1930er-Jahre werden erstmals in größerem Umfang ihre (auto)biografischen Texte, Fotobücher, Maquetten und politischen Berichte präsentiert. Die Ausstellung beleuchtet insbesondere Krulls OEuvre als Autorin sowie ihre fotografische Praxis ab Beginn des Zweiten Weltkriegs, als sie Europa dauerhaft verließ. Sie eröffnet eine neue, transkulturelle Perspektive auf ihr Werk.

Vielfalt, Vermittlung und junge Positionen

Neben den großen Schauen zeigt das Museum ein breites Spektrum weiterer Ausstellungen: „L is for Look“ (27. Februar bis 7. Juni 2026) beleuchtet einen besonderen Aspekt fotografischer Gebrauchsformen und zeigt, wie Fotografien Eingang in die Kinderliteratur fanden – von fantasievollen Bilderbüchern bis hin zu literarischen Geschichten. Die Ausstellung „Herbert W. Franke / Gottfried Jäger“ (16. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027) befasst sich mit den experimentellen Jahren der gegenstandlosen Fotografie, die von Debatten und Positionsbestimmungen einer damals jungen Generation geprägt war. „Photography Masters“ (16. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027) hingegen zeigt die künstlerischen Ansätze und thematischen Schwerpunkte junger fotografischer Positionen heute. Die Präsentation „Saâdane Afif: Affiches / Plakate“ (13. März bis 4. Oktober 2026) gibt erstmals umfassend Einblick in diese besondere Werkgruppe des französischen Konzept- und Objektkünstlers und die neuseeländische Künstlerin „Kate Newby“ entwickelt eine neue ortspezifische Arbeit im Außenbereich des Museums. Mit dem Stipendienprogramm der Neuen Folkwang Residence und dem Ausstellungsformat „6 ½ Wochen“ werden weiterhin junge Künstler:innen mit ihren ersten musealen Ausstellungen gefördert. Die Schau „100 Beste Plakate 25“ (3. Juli bis 2. August 2026) präsentiert außer Haus auf dem UNESCO Welterbe Zollverein die Höhepunkte des jährlich größten deutschsprachigen Wettbewerbs für Plakatdesign.

Sammlung und Neuerwerbungen

Die Sammlungspräsentation „Neue Welten“ stellt den Dialog der Künste ins Zentrum. Sie bleibt kostenfrei zugänglich. Ein Highlight im Jahr 2026 ist die Neuerwerbung der Skulptur „Hahn und Podest“ von Katharina Fritsch, die ab März 2026 als raumgreifende Installation das Museum bereichern wird.

Nähere Informationen: Museum Folkwang, Museumsplatz 1, 45128 Essen, Telefon +49 2018845000, E-Mail: info@museum-folkwang.essen.de

Drei wichtige Schenkungen gehen 2025 an das Deutsche Plakat Museum

Museum Folkwang erhält Plakate aus der Sammlung Ulrich Richter, dem Firmenarchiv von H&M sowie von Manfred Beilharz

Das Deutsche Plakat Museum im Museum Folkwang erweitert seine Sammlung durch bedeutende Schenkungen. Neben der umfangreichen Sammlung von Ulrich Richter und einem Theaterplakate-Konvolut von Manfred Beilharz kommt auch das gesamte Plakatarchiv von H&M in die Sammlung.

Das Deutsche Plakat Museum übernimmt die umfassende Sammlung von Ulrich Richter und sichert so deren langfristige Präsentation und Pflege. Der Galerist, Kunstförderer und Plakatsammler hinterlässt einen Bestand von rund 10.000 Plakaten, die auf Wunsch seiner Witwe in eine öffentliche Sammlung übergehen sollten. Die Plakate schließen sowohl geografisch als auch zeitliche Lücken und setzten zugleich neue Akzente im Bestand des DPM. Thematische umfassen Sie ein breites Spektrum an Motiven aus Produkt und Fremdenverkehrswerbung. Die Sammlung umfasst Arbeiten aus Deutschland (BRD und DDR), der Schweiz, Frankreich, Italien, Österreich, Belgien, Spanien, Großbritannien, USA, Tschechien, Polen, Argentinien, Litauen, u.a. Das älteste Plakat datiert um 1900, das jüngste aus den 1990-er Jahren.

Anfang 2025 entschied die H&M Hennes & Mauritz BV & Co KG, ihr Firmenarchiv neu zu strukturieren und die Plakatsammlung zu digitalisieren. Die analogen Originale wurden im Umfang von rund 900 City-Light-Plakaten aus den Jahren 2000 bis 2020 an das Deutsche Plakat Museum übergeben. Die Sammlung dokumentiert über zwei Jahrzehnte hinweg sowohl die visuelle Entwicklung der Marke H&M als auch gestalterische Trends im Bereich Mode- und Werbegrafik.

Eine weitere Schenkung erhielt das DPM von Manfred Beilharz. Der Regisseur sowie Theater- und Festivalintendant sammelte im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit Plakate zu eigenen Produktionen oder Häusern unter seiner Intendanz. Die rund 250 übergebenen Plakate stammen unter anderem von der Studiobühne München, dem Theater Castrop-Rauxel, dem Theater Tübingen, dem Theater Freiburg, dem Staatstheater Kassel, dem Schauspiel Bonn, der Oper Bonn, dem Staatstheater Wiesbaden und dem Festival „Neue Stücke aus Europa“. Der Bestand umfasst Arbeiten aus den Jahren 1962 bis 2014.

Die drei Schenkungen erweitern das Deutsche Plakat Museum um zentrale historische und zeitgenössische Positionen der Plakatkunst. Die Sammlung Richter spiegelt das Ergebnis einer jahrzehntelangen Sammelleidenschaft wider, die H&M-Schenkung repräsentiert exemplarisch die Geschichte der Werbeplakate eines Modeunternehmens und der Nachlass Beilharz eröffnet Einblicke in die Geschichte eines Theaterlebens.

Alle Sammlungen werden im Deutschen Plakat Museum fachgerecht verwahrt und erschlossen und zukünftig in der Sammlung Online verfügbar sein. Ausgewählte Plakate aus den Beständen werden in den kommenden Jahren in Ausstellungen präsentiert.

Nähere Informationen: Museum Folkwang, Museumsplatz 1, 45128 Essen, Telefon +49 2018845000, E-Mail: info@museum-folkwang.essen.de

Annika Kahrs – Sonant

Die Städtische Galerie Nordhorn zeigt noch bis zum 8. Februar 2026 eine Einzelausstellung mit der in Berlin und Hamburg lebenden Künstlerin Annika Kahrs, die mit Musik, Performance und Video arbeitet. In ihrer Kunst macht sie die vielen wechselseitigen Beziehungen zwischen akustischen und visuellen Medien erfahrbar.

Kahrs begreift Musik sowohl als Handlung als auch als Mittel der Verständigung und verleiht ihr eine ästhetische sowie gesellschaftliche Bedeutung. Ihre Werke umfassen Video- und Soundinstallationen, Performances, Grafiken sowie Glasarbeiten. Wesentlich für Kahrs künstlerische Arbeit ist eine kollaborative Praxis, wobei sie Musiker und Experten aus anderen Wissensfeldern an der Entwicklung und Umsetzung ihrer Vorhaben beteiligt und dazu auch verschiedene gesellschaftliche Gruppen in die inhaltliche Fragestellung einbezieht. Ihre Arbeiten lassen sich häufig im erweiterten Sinne als Kompositionen verstehen, in denen musikalischen Noten durch präzise formulierte Handlungsvorgaben ergänzt oder ersetzt werden. Auf diese Weise verbindet die Kunst von Annika Kahrs nicht nur Hören, Sehen und Tun, sondern schafft Räume, die poetisch und sozial zugleich sind. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Nordhorn bringt Videoinstallationen, Grafiken, Glasarbeiten sowie Live-Performances aus den Jahren 2010 bis 2025 zusammen.

Zu Annika Kahrs

Annika Kahrs (*1984 in Achim) ist eine deutsche Installations-,Video- und Performancekünstlerin. Sie studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Andreas Slominski, an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Harun Farocki und an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Freie Kunst. Sie schloss 2012 ihr Studium an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg ab.

Annika Kahrs erhielt 2011 beim 20. Bundeswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus“ in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn den Bundeskunstpreis. Im gleichen Jahr erhielt sie ein Stipendium der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg. 2012 erhielt sie in Wiesbaden den George-Maciunas-Förderpreis, gestiftet von René Block, für den Videofilm „Strings“.

2017 wurde sie mit dem Förderpreis der Vordemberge-Gildewart-Stiftung für ihre Videoarbeit „Sea-Pool“ mit drei Zeichnungen, die von Seemännern in Bremerhaven stammen, ausgezeichnet. 2019 erhielt sie das Stipendium des Max-Pechstein-Förderpreises; und 2020 wurde Kahrs mit dem „Heitland Honneur“ der Heitland Foundation ausgezeichnet. Für 2022 erhielt sie ein Stipendium der Villa Aurora.

Ihre Werke wurden in vielen Ausstellungen präsentiert: unter anderem in der Bundeskunsthalle Bonn, der Hamburger Kunsthalle, dem Kunstmuseum Stuttgart und in der Kunsthal 44 Møen, Askeby.

Nähere Informationen: Städtische Galerie Nordhorn, Vechteaue 2 (Alte Weberei), 48529 Nordhorn, Telefon: +49 (0) 5921 / 971-100, E-Mail: kontakt@staedtische-galerie.nordhorn.de

Zwischen Ende und Anfang – Osnabrück 1945. Werke von Franz Josef Langer

Ohne Beschönigung porträtierte Franz Josef Langer in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg mit Pinsel oder Kohlestift seine zerstörte Heimatstadt Osnabrück. Auch den beginnenden Wiederaufbau, der die Grundlage für die Entwicklung zur modernen Großstadt legte, zeigen seine Werke.

Die meist menschenleeren, räumlich sehr genauen Gemälde und Zeichnungen Langers gehören zu den wenigen überlieferten Kunstwerken, die Osnabrück in dieser Zeit darstellen.

Ergänzend zeigt die Ausstellung „Zwischen Ende und Anfang – Osnabrück 1945. Werke von Franz Josef Langer“, die noch bis zum 17. Mai 2026 im Osnabrücker Museum für Industriekultur (MIK) zu sehen ist, ausgewählte Fotografien aus den Sammlungen des MIK. In der Zusammenschau wird das Ausmaß der Zerstörung, das aus den nationalsozialistischen Angriffskriegen und Gräueltaten folgte, deutlich. In unserer Gegenwart, 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, erhalten die Bilder angesichts neuer Kriege auch in Europa und erstarkender rechtsextremer Bewegungen eine erschreckende Aktualität.

Zum Künstler

Franz-Josef Langer (*6. Januar1916 in Osnabrück; †10. März 1981 ebenda) war ein deutscher Maler und Kunsterzieher.

Nach der Mittleren Reife 1933 schloss er eine vierjährige Lehre als Dekorationsmaler mit dem Besuch der Malerfachschule in Osnabrück an. Ab 1937 folgte die Zwangsverpflichtung im Reichsarbeits- und Reichswehrdienst. Von 1939 bis 1941 war er Soldat in Frankreich in einer Nachrichtenstaffel. Von 1941 bis 1945 nahm er am Russlandfeldzug teil. Von 1941 bis 1942 wurde er vom Militärdienst freigestellt, um an der Hochschule für Bildende Künste (HfbK) Berlin (heute Universität der Künste Berlin) zu studieren.

Ab 1945 arbeitete er als Kunstmaler in Osnabrück. Ab 1949 unterrichtete er an der Malerfachschule in Osnabrück und ab 1950 am Sozialwerk der Bundesbahn. Von 1958 bis 1979 war er Kunsterzieher am Gymnasium Carolinum in Osnabrück, und an der Süntelstraße in Osnabrück-Sonnenhügel unterhielt er ein eigenes Atelier mit Ausstellungsräumen und Schaufenstern sowie eine eigene Malschule.

In der Ausstellung „Osnabrück zeichnet – 1900 bis 2010. Hundertzehn Jahre Zeichenkunst aus Osnabrück“ in der Kunsthalle Dominikanerkirche in Osnabrück (2011) dokumentierte Franz-Josef Langer vor allem die Zeit von 1933 bis 1945 durch die sogenannten Trümmerbilder von der im Weltkrieg schwer zerstörten Stadt Osnabrück. Darüber hinaus hat er in seinen Gemälden immer wieder vor allem seiner Heimatstadt und dem Osnabrücker Land ein Denkmal gesetzt.

Nähere Informationen: MIK – Museum Industriekultur Osnabrück, Fürstenauer Weg 171, 49090 Osnabrück, E-Mail: info@mik-osnabrueck.de

Programm des Museumsvereins Deutsches Historisches Museum

Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst

Wie kein anderes Tier hat das Einhorn die Fantasie der Menschen beflügelt. Seit Jahrhunderten ist es in zahlreichen Kulturen präsent. Seine Spur findet sich in christlicher und außereuropäischer Kunst, in Naturwissenschaft und Medizin sowie in einer reichen Symbolik. Das Einhorn steht für Freiheit und Unbezähmbarkeit, für Reinheit und Unschuld, für Natürlichkeit und Zuneigung. Der Ursprung der Erzählung liegt in Indien, von wo sie über China, Persien und Ägypten nach Europa gelangte.

Die Ausstellung „Einhorn“ im Museum Barberini zeigt das faszinierende Fabelwesen von der Antike bis zur Gegenwart. Zu sehen sind Werke von Albrecht Dürer, Tizian, René Magritte, Rebecca Horn und vielen weiteren Künstlerinnen und Künstlern. „Lang lebe das Tier, das es nicht gibt“, schrieb eine Frankfurter Tageszeitung – und die Schau macht diesem Satz alle Ehre. Mit kräftigen Farben und einer brillanten Inszenierung präsentiert das Museum Barberini eine prachtvolle Ausstellung, die zum Staunen einlädt. Ideal, um dem Weihnachtstrubel zu entfliehen – am besten in den Randzeiten.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. Februar 2026.

Nähere Informationen: Museum Barberini, Humboldtstraße 5–6, Alter Markt, 14467 Potsdam. Reguläre Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag von 10 bis 19 Uhr, dienstags geschlossen.

Zwischen Bild und Botschaft: Ein Flüchtlingstreck und seine fotografische Inszenierung sind Thema im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung.

Der Treck – Fotografien einer Flucht 1945

In der Sonderausstellung „Der Treck – Fotografien einer Flucht 1945“ im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung wird zum ersten Mal der vollständige Fotobestand, der die Flucht von 350 Menschen aus dem niederschlesischen Lübchen nach Sachsen dokumentierte und inszenierte, gezeigt. Die Ausstellung erzählt nicht nur vom Treck und der Not der Flüchtenden, sondern auch von der Geschichte hinter den Bildern: von einem Fotografen, der in der NS-Zeit zum Bildlieferanten des Propagandaministeriums wurde, und von einem kleinen Ort, in dem Zwangsarbeit und Krieg zum Alltag gehörten – lange bevor die zivile Bevölkerung durch den Vormarsch der Roten Armee zur Flucht gezwungen wurde.

Sehr zu empfehlen ist eine öffentlichen Führung, denn was die Bilder zeigen, ist genauso wichtig wie das, was sie nicht zeigen. Manche Bilder dürften einem sogar bekannt vorkommen, da Tschiras Fotografien bis heute als Bildikonen in Medien, Büchern und Museen präsent sind. Sie prägen – oft ohne Kontext – die kollektive Vorstellung von Flucht und Vertreibung in Deutschland. Die Ausstellung lädt zur kritischen Betrachtung ein und ergründet, wie historische Fotografien unsere Erinnerungskultur beeinflussen.

Nähere Informationen: Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Stresemannstraße 90, 10963 Berlin. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr.

Im Ephraim-Palais geht es um einen wohlvertrauten Ort:

Berliner Höfe Zwischen Alltag, Arbeit und Begegnung

Spätestens seit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert ist Berlin ein Anziehungspunkt für Menschen aus anderen Regionen Deutschlands und aus anderen Ländern. Stadtgeschichte war also immer auch Migrationsgeschichte.

Durch enormes Bevölkerungswachstum, räumliche Ausdehnung und bauliche Verdichtung ist Berlin wie keine andere Stadt von Hinterhöfen geprägt – ob als Wohnhöfe, Schulhöfe, Gewerbehöfe, Atelierhöfe, Hofgärten oder Hof-Restaurants. Ihre Geschichte ist vielfältig, genauso wie die Menschen, die sie beleben.

Überwiegend nähert sich die Ausstellung „Berliner Höfe“ ihrem Subjekt mittels der Fotografie. Aber nicht nur: Der Eingangsbereich zur Ausstellung im Dachgeschoss des Ephraim-Palais ist etwa wie eine Durchfahrt gestaltet. Links hängen Briefkästen aus Metall, nur der Mülleimer für die ungewünscht Post fehlt. Eine Installation der Stadtforscher Duygu Örs und Sinthujan Varatharajah setzt sich mit Sinneseindrücken in Hinterhöfe auseinander. Gerade der Klang der Höfe wird vielen vertraut vorkommen.

Die Ausstellung endet am 18. Januar 2026.

Nähere Informationen: Museum Ephraim-Palais, Poststraße 16, 10178 Berlin. Reguläre Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen.

Ab zum Wannsee – ein Winterbesuch in der Liebermann Villa

Vision und Illusion. Architekturfotografien von Hélène Binet

Die Fotografin Hélène Binet bereiste Europa, um bedeutende Landsitze und Villen zu portraitieren – von Großbritannien über die Côte d’Azur, Berlin und Umbrien bis nach Brno. Das Ergebnis ist eine Reise duch die europäische Baugeschichte:

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte Europa eine architektonische Rückbesinnung auf das Landhaus. Der Wunsch nach einem privaten Refugium führte zu höchst unterschiedlichen Ausprägungen, die Hélène Binet in ihren Fotografien sichtbar macht: vom gotischen Charme des Anwesens Strawberry Hill in Twickenham über die Neuinterpretation der griechischen antiken Architektur der Villa Kérylos an der Côte d’Azur und der modernen Stilistik der Villa
Tugendhat in Brno.

Gleichzeitig eröffnet Binet neue Perspektiven auf Orte jüdischer Erinnerung: Für viele jüdische Familien jener Zeit waren repräsentative Landhäuser Ausdruck kultureller Zugehörigkeit und Selbstverwirklichung. Hélène Binets künstlerische Arbeiten zeigen eine detaillierte Auseinandersetzung mit den materiellen, ornamentalen und atmosphärischen Charakteristika jedes Anwesens. Gleichzeitig machen sie sichtbar, wie jüdische Auftraggeber mit ihren architektonischen Visionen die europäische Kultur- und Architekturgeschichte bereicherten.

Wie so oft bietet die Liebermann Villa einen Audioguide an, der die Ausstellung begleitet. Meiner Erfahrung nach lohnt es sich immer in den Audioguide hineinzuhören, um den Kontext der Arbeiten besser zu verstehen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 19. Januar 2026.

Nähere Informationen: Liebermann Villa am Wannsee, Colomierstraße 3, 14109 Berlin. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag, 11 bis 17 Uhr, montags geschlossen. Am 15. Januar 2026 bis 20 Uhr.

Ich danke Maríon Bayer vom Museumsvereins des Deutschen Historischen Museums für diese Tipps.

Nähere Informationen: Museumsverein des Deutschen Historischen Museums, Unter den Linden 2, 10117 Berlin, E-Mail: kontakt@dhm-museumsverein.de

Vier Museumstipps für ein besonders kulturelles Weihnachten

Während der Weihnachtsferien organisieren Museen im ganzen Land verschiedene Aktivitäten: von kreativen Weihnachtsworkshops bis hin zu atmosphärischen Winterwelten und ruhigen Ausstellungen. Die niederländische Museumstijdschrift hat folgende vier Tipps für eine kulturelle Weihnachtszeit:

Königliches Weihnachten im Huis Doorn

Wer einen königlichen Weihnachtstag erleben möchte und entdecken will, wie Weihnachten vor 100 Jahren gefeiert wurde, sollte das Huis Doorn, den ehemaligen Exilort des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. seit 1918, besuchen. Das historische Herrenhaus wurde mit einem wunderschön dekorierten kaiserlichen Dekor ausgestattet, komplett mit reich gedeckten Tischen, besonderen Gegenständen und Geschichten darüber, wie die kaiserliche Familie Weihnachten feierte. Dort kann man sich für das eigene Weihnachtsessen inspirieren lassen und die gedeckten Tische voller Porzellan und Silber aus dem 18. Jahrhundert bewundern. Es gibt auch besondere Stücke, die zuvor nie zu sehen waren, wie das wunderschöne Galakleid der ehemaligen Kaiserin Auguste Viktoria. Diese Präsentation ist noch bis zum 11. Januar 2026, Dienstag bis Sonntag jeweils von 13 bis 17 Uhr, zu sehen.

Nähere Informationen: Huis Doorn, Langbroekerweg 10, 3941 MT Doorn, Telefon: 0343 421020, E-Mail: info@huisdoorn.nl

Weihnachtsausstellung „Boundlessly beautiful“ im Blechfigurenmuseum

Im Blechfigurenmuseum in Ommen kommen internationale Weihnachtstraditionen in mehr als fünfzig Krippenszenen aus 20 Ländern zusammen. Dank der besonderen Sammlung des Sammlers Tim Bottema – der jahrelang um die Welt reiste, um Ställe zu sammeln – sind sie nun erstmals gemeinsam ausgestellt. Zu erleben ist eine Ausstellung, die zeigt, wie unterschiedlich und universell die Weihnachtsgeschichte dargestellt wird. Außerdem beeindruckend ist die Sammlung von mehr als 100.000 Zinnfiguren, für die das Museum bekannt ist. Dieses Ziel ist auch perfekt, um es mit einem Winterspaziergang durch Ommen oder einem Besuch auf lokalen Weihnachtsmärkten zu kombinieren.

Diese Präsentation ist noch bis zum 7. März 2026 zu sehen.

Nähere Informationen: Nationales Museum für Zinnfiguren, Markt 1, 7731 DB Ommen, Telefon: 0529 454500, E-Mail: welkom@tinnenfigurenmuseum.nl

Wintergemütlichkeit im Museum Klok & Peel

Während der Weihnachtsferien verwandelt sich das Museum Klok & Peel in Asten in eine atmosphärische Winterwelt voller Lichter, Krippenszenen und Aktivitäten. Das Museum ist vollständig dekoriert, vom Garten bis zur Orangerie. Kinder können am LEGO Experience teilnehmen, und an ausgewählten Tagen gibt es eine Schatzsuche, kreative Aktivitäten und Aufführungen. Zwischen all der winterlichen Gemütlichkeit kann man das Museum selbst erkunden, das von beeindruckenden Glocken über Fossilien bis hin zu Geschichten aus dem Torfmoor viel zu bieten hat – kurzum ein abwechslungsreicher Weihnachtsausflug, bei dem Tradition, Kreativität und Kultur zusammenkommen.

Diese Präsentation ist noch bis zum 4. Januar 2026 von Montag bis Sonntag jeweils in der Zeit von 12 bis 17 Uhr zu sehen.

Nähere Informationen: Museum Klok & Peel, Ostaderstraat 23, 5721 WC Asten, Telefon: +31 (0)493 691865, E-Mail: info@museumklokenpeel.nl

Eislaufen im Winterbahnhof im Eisenbahnmuseum Utrecht
Jedes Jahr ein festlicher Favorit: das Eisenbahnmuseum in Utrecht. Eine atmosphärische Winterstation voller Lichter, Live-(Weihnachts-)Musik, Delikatessen und spaßigen Aktivitäten. Zwischen historischen Zügen kann man auf der Indoor-Eisbahn skaten, eine Fahrt im antiken Karussell machen oder Marshmallows am Feuer rösten. Das Museum kann auch besucht werden – mit alten Dampflokomotiven, interaktiven Attraktionen und Familienausstellungen ist dort ebenfalls für viel Abwechslung gesorgt. Auch an Weihnachten selbst und am Neujahrstag ist es geöffnet.

Diese Präsentation ist noch bis zum 4. Januar 2026 zu unterschiedlichen Zeiten zu sehen.

Nähere Informationen: Eisenbahnmuseum, Maliebaanstation 16, 3581 XW Utrecht, Telefon: 030 2306206, E-Mail: info@spoorwegmuseum.nl