Kunstbetrachtungen, Teil 13

Ein Zwischenstand

Angesichts der Bandbreite der Faktoren, die mit dem Thema Kunst verbunden sind, lässt Autor Georg W. Bertram seinen Leserinnen und Lesern eine Atempause, in dem er in einem weiteren Kapitel eine Zusammenfassung dessen gibt, was in seinem Buch „Kunst – Eine philosophische Einführung“ betrachtet und begrifflich definiert wurde.

Klar stellt er heraus, dass für ihn Kunst Gegenstände sind, „die grundsätzlich fragwürdig sind.“ Da kommt der Betrachter ins Spiel, dessen Frage beim Umgang mit der Kunst nicht „Was ist Kunst?“ sein sollte, sondern vielmehr „Welchen Wert hat die Kunst für uns?“ – und damit ist nicht der materielle Wert gemeint. Noch einmal kommt er auf den Begriff des Selbstverständigungsgeschehens zu sprechen, was sich vielleicht mit dem geistigen ( und emotionalen?) Prozess, den ein Kunstwerk beim Betrachter auslöst – oder auch nicht, verständiger ausdrucken lässt. Für Bertram bleibt die Frage, in welcher Form diese geschieht und ob sie dem Gegenstand der Kunst gerecht wird oder gerecht werden kann. Eines ist für ihn klar: „Das Geschehen der Kunst … ist immer von einer Reflexion beziehungsweise einem Streit um die Kunst begleitet.“

Und was die Philosophie der Kunst angeht: Für den Autor kann sie die Reflexion über Kunst beziehungsweise den Streit um sie deutlich machen. Und so formuliert er es deutlich: „Der Philosophie der Kunst darf man zutrauen zu erläutern, inwiefern Kunst ein Selbstverständigungsgeschehen darstellt und inwiefern sie sich von anderen Selbstverständigungsgeschehen (wie dem Tagebuchschreiben und der Psychotherapie) unterscheidet.

Es gibt für Bertram aber auch Grenzen dessen, was die Philosophie zu leisten vermag und was nicht: „Die Philosophie der Kunst kann Fragen, Begriffe und Konzepte explizit machen, die in einer ästhetischen Praxis – also der bewussten Auseinandersetzung mit Kunst – im Spiel sind. Durch ihre Explikation trägt sie günstigenfalls zu einer Bereicherung dieser Praxis bei. Sie kann allerdings nicht den Anspruch erheben, ein notwendiger Teil einer ästhetischen Praxis zu sein. Sie muss sich jederzeit vor der Kunst dadurch rechtfertigen, dass ihr Beitrag aufschlussreich und weiterführend ist. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass das ein schwieriges Unterfangen ist.

Trotz vieler schon angesprochener Aspekte der Kunst und ihrer Betrachtung weist der Autor darauf hin, dass seine Ausführungen bis hierhin nur „Teil eines Vorspiels in Sachen Kunst“ gewesen seien.

Aber dazu mehr im nächsten Teil der Kunstbetrachtungen.

Kunstbetrachtungen, Teil 12

Der Satz vom Ende der Kunst

In Teil 11 der Kunstbetrachtungen ging es, ausgehend von Ausführungen des deutschen Philosophen Martin Heidegger, um das Phänomen der Vergänglichkeit, um die Geschichtlichkeit ästhetischer Erfahrungen. Nach Auffassung des Autors von „Kunst – Eine philosophische Einführung“, Georg W. Bertram, kann eine ästhetische Selbstverständigung des Betrachters bei der Auseinandersetzung mit Kunst sowohl bei zeitgenössischer Trance-Musik wie bei antiken Kultgegenständen zustande kommen – immer vor dem „jeweils eigenen geschichtlichen Hintergrund“, wie Bertram schreibt.

Das Thema der Vergänglichkeit greift auch der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel auf. Er vertritt die These, dass ästhetische Praktiken als selbstverständigende Praktiken, kurz die geistige Auseinandersetzung des Betrachters mit einem Kunstwerk, an Bedeutung verlieren könnten. Bekannt ist diese These als Satz vom Ende der Kunst. Hegel meint, dass es dazu kommen könne, das Kunstwerke nicht auf ewige Zeit die gleiche Resonanz hervorrufen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass es zahlreiche Erfahrungen solcher Art gibt. Sowohl die Malerei als auch andere Künste wie die Literatur und insbesondere ihre Erschaffer haben Zeitläufte unterschiedlichster Art erlebt – von höchster Resonanz bis zum mehr oder minder großen Vergessen. Kurz gesagt: Ein Kunstwerk entfaltet seine Wirkung nur dann, wenn es beim Betrachter Gedankengänge auslöst, wenn es den Betrachter berührt und er einen persönlichen Zugang dazu findet. Und das ist dem stetigen Wandel unterzogen. Autor Bertram spricht von der Geschichte des Entstehens und Vergehens von Selbstverständigungen und schreibt: „Wo Kunstwerke ästhetisch erfahren werden, werden sie als Selbstverständigungen gesucht und hinterfragt.“ Im umgekehrten Schluss verlieren sie an Wert, wenn die Selbstverständigung unterbleibt.

Kunst und Philosophie der Kunst“

Im nachfolgenden Kapitel „Kunst und Philosophie der Kunst“ erklärt er den Zusammenhang von Kunst und Philosophie. Trotz der Tatsache, dass die Philosophie eine recht abstrakte Angelegenheit sei und die Kunst hingegen sinnlich und konkret, erläutert Bertram weiter, entstehe die Verbindung dieser zunächst gegensätzlichen Bereiche über den schon genannten Begriff der Selbstverständigung: „Wenn Kunst Selbstverständigung ist, dann gehört zu ihr immer das Nachdenken darüber, ob und wie sie als Selbstverständigung funktioniert. Kunst hängt untrennbar damit zusammen, dass sie als Kunst … befragt wird.“

Hier kommt dann die Kunstkritik ins Spiel, die unterschiedliche Formen annehmen kann – von der Interpretation und Bewertung von Kunstwerken über Gespräche bis hin zu Erfahrungsberichten und Artikeln in der Zeitung. Darin wird laut Bertram darüber nachgedacht, ob und wodurch Kunstwerke gelingen oder scheitern und was sie für uns wertvoll macht.“

Und die Philosophie hat auch ihre Aufgabe – mit dem Nachdenken über Kunst auf theoretischer Basis. Konkret heißt das für den Autor: „Sie muss die mit der Kunst verbundene Fragwürdigkeit so aufgreifen, wie sie sich in der Auseinandersetzung mit Kunstwerken ergibt. Die Philosophie der Kunst hat so die Aufgabe, die für die Kunst konstitutive mangelnde Selbstverständlichkeit und ihren Wert als Selbstverständigung explizit zu machen. Sie erweist sich damit möglicherweise als ein hilfreicher Partner in der Begegnung mit Kunst.“ Die Philosophie kann in diesem Zusammenhang laut Bertram „das Ziel haben, die Standards, die im Nachdenken über Kunst im Spiel sind, zu diskutieren und das Nachdenken so über das Erreichen und Verfehlen seiner eigenen Standards aufzuklären.“

Für Bertram auch wichtig: die Unterscheidung zwischen ästhetisch Erfahrenden (Betrachter, bei denen ein Kunstwerk Gedanken in Gang setzt) auf der einen Seite und der Philosophen auf der anderen Seite. Gleichzeitig, schreibt Bertram weiter, kann die ästhetische Praxis des Betrachters Gegenstand „fruchtbarer theoretischer Erkundung werden … Die philosophische Theorie entwickelt sich in Auseinandersetzung mit den Erfahrungen, die Rezipierende (Anm.: in diesem Fall eine Person, die sich über ein Kunstwerk informieren will) in der Auseinandersetzung mit Kunstwerken machen.“

Zur Ausstellung „Auf dem Weg nach Bentheim – Reisen mit Ruisdael“:

Nicht zum ersten Mal führte mich der Weg zum Rijksmuseum Twenthe am Lasondersingel 129 in Enschede. Viele großartige Ausstellungen waren dort schon zu sehen.

In diesem Jahr war es eine Ausstellung mit regionalem Bezug, die mich interessierte: „Unterwegs nach Bentheim“. Zu sehen waren Werke der Maler Jacob van Ruisdael, Meindert Hobbema und Anthony van Waterloo. Sie reisten über die Twente in die benachbarte Grafschaft Bentheim und verewigten die Landschaft, die sie unterwegs vorfanden.

Wie in der Ausstellung zu erfahren war, waren die Wege, die die drei Künstler auf sich nahmen, oft mühsam. Wegelagerer waren ein bekanntes Problem und die Straßen waren schlammig und schlecht, die Gasthäuser unbequem und auch ansonsten von eher mäßiger Qualität. Trotzdem ließen sich Ruisdael, Hobbema, van Waterloo und später noch manche mehr nicht von der Reise abhalten.

Eine Inspirationsquelle für solche künstlerischen Reisen war der Haarlemer Maler und Kunsttheoretiker Karel van Mander, der im Jahre 1604 junge Kunstschaffende dazu aufforderte, die Stadt zu verlassen und die Landschaft in den Blick zu nehmen. Vor Ort sollten dann Zeichnungen angefertigt werden, die später im Atelier zu Gemälden weiterentwickelt werden sollten.

Wie vielleicht manchem kunstbeflissenen Grafschafter bekannt sein sollte, hat der 1628 in Haarlem bei Amsterdam geborene Jacob van Ruisdael – in künstlerischen Fachkreisen als „Rembrandt der Landschaften“ bezeichnet – mehrmals die Burg Bentheim gemalt.

Große Faszination muss auf ihn damals die Lage der Burg auf einem hohen Felsen gemacht haben, waren doch die Burgen in seiner Heimat auf ebenem Land gebaut.

Von Jacob van Ruisdael gibt es heute noch 26 Bilder mit dem Schloß und der Bentheimer Landschaft. Eines dieser Bilder, das Gemälde „Burg Bentheim“, kam im Juli 1998 überraschend auf den internationalen Kunstmarkt, und der Landkreis Grafschaft Bentheim ließ sich die Chance nicht nehmen, dieses Bild über die Niedersächsische Sparkassenstiftung als Dauerleihgabe in die Grafschaft zu holen.

Auf dem Gemälde wird auf der linken Seite das Schloß Bad Bentheim dargestellt. Auf dem Weg vom Schloß kommt auf halber Höhe ein Mann herab. In der Mitte vorn, unterhalb eines am Abhang freistehenden Baumes, sieht man eine junge Frau mit einem Korb auf dem Kopf und einem Jungen an der Hand. Die rechte Hälfte des Bildes stellt einen Ausblick in die Landschaft dar, der nur im Vordergrund durch einen Baumstumpf unterbrochen wird.

Dieses Bild ist mit einer Größe von 42 x 57 Zentimetern eines der kleineren Gemälde, hebt sich aber von den anderen dadurch ab, dass bei denen der Vordergrund und die Staffage stark herausgehoben sind und das Schloss etwas im Hintergrund erscheint, während es bei diesem Gemälde voll im Blickpunkt steht.

Das Gemälde, auf dem sich über dem dunklen Schlosshügel eine helle Wolkenformation auftürmt,zeigt die Burg daher in einer kontrastreichen Stimmung.

Zurück zur Ausstellung im Rijksmuseum Twenthe: Wie schon angedeutet war die hügelige Landschaft der Twente und der benachbarten Grafschaft Bentheim bereits im 17. und 18. Jahrhundert eine Quelle der Inspiration für Maler wie Jacob van Ruisdael, Meindert Hobbema und Anthonie Waterloo.

Die Künstler waren fasziniert von den Fachwerkhäusern, Wassermühlen, Schlössern und Landgütern, die sie unterwegs antrafen und die immer noch in der Region anzutreffen sind wie beispielsweise das Schloss Singraven bei Denekamp.

Anfang des 18. Jahrhunderts reisten die Künstler Cornelis Pronk und Abraham de Haen zusammen mit dem Tuchhändler Andries Schomaker durch die Hafengebiete der Twente. Dabei fertigte Abraham de Haen nicht nur Zeichnungen an, sondern machte sich auch Notizen zu den Gütern, die er mit seinen Reisegefährten besuchte. So notierte er, welche Adelshäuser von wem vor Ort gezeichnet wurden. Diese Zeichnungen zeigen noch heute existierende Landhäuser und Herrenhäuser und wurden ebenfalls in dem von Andries Schoemaker erstellten Verzeichnis aufgenommen. Bei den Werken von Pronk und De Haen handelt es sich um einzigartige Dokumente, die die Region Twente im 18. Jahrhundert in äußerst treffender Weise zum Ausdruck bringen.

Nähere Informationen: http://www.rijksmuseumtwenthe.nl

Kunstbetrachtungen, Teil 11

Kunst als Selbstverständigung

In der letzten Folge der Kunstbetrachtungen, basierend auf dem Buch „Kunst – Eine philosophische Einführung“, ging es um Kunst und das Nachdenken über sie.

Autor Georg W. Bertram verbindet im Kapitel „Die Unausweichlichkeit des Nachdenkens über Kunst“ die Selbstverständigung, die beim Betrachter eines Kunstwerks ausgelöst werden kann, mit der vielfach geteilten Beobachtung, „dass Kunst immer und unentwegt umstritten ist“.

Prozess der Selbstverständigung

Betram führt das darauf zurück, dass die Selbstverständigung mit einem Kunstwerk zumeist höchst individuell ist: „Die Betrachterin (beziehungsweise der Betrachter) sieht sich in ihren (seinen) eigenen Verständnissen angesprochen. Das Bild sagt ihr (ihm) etwas mit Blick darauf, was sie über Menschen, Tiere und Welt, über die kleinen und großen Dinge ihres Alltags denkt“.

Der Autor betont dabei, dass der Prozess der Selbstverständigung bei der Begegnung von Betrachter und Kunstwerk immer wieder neu anfängt, dass es aber auch gleichfalls geschehen kann, dass Kunstwerke einen nicht ansprechen, „sie auch stumm bleiben können, dass sie uns nichts über uns sagen“, wie Bertram schreibt.

Im Kapitel „Die Geschichtlichkeit der ästhetischen Erfahrung“ greift Betram die schon einmal angesprochene Geschichte von Kunst und Kunstwerken auf und formuliert entsprechend seiner vorherigen Gedankengänge folgerichtig die

… dass die Geschichte der Kunst als Kunst von ästhetischen Erfahrungen her verstanden werden muss.“

Georg W. Bertram, Philosoph und Autor

These, „dass die Geschichte der Kunst als Kunst von ästhetischen Erfahrungen her verstanden werden muss.“ Der Betrachter eines Werkes und die durch das Werk ausgelösten Gedanken sind von zentraler Bedeutung. Bertram schreibt: „Ein Gegenstand erweist sich erst dadurch als Kunst, dass er in einer bestimmten Weise als geeignet für die Klärung vom jeweiligen Selbstverständnis (einer Person oder mehrerer Personen) erfahren wird.

Ebenfalls folgerichtig ist ein weiterer Gedanke Bertrams: „Versteht man die Geschichte der Kunst auf der Basis ästhetischer Erfahrungen, hat Kunst keinen definitiven Anfang und auch kein definitives Ende. Was zu einer Zeit als ästhetisch wertvoll erfahren wird, kann zu einer anderen Zeit als bloßer Alltagsgegenstand gebraucht werden.“ Kurz gesagt: Er verliert an ästhetischem Wert.

Künstlerisches Erbe Bachs für Nachwelt gesichert

Das Auf und Ab dieser Entwicklung macht er an der Bedeutung von Musikern und ihren Kompositionen fest. Beispielhaft nennt Bertram die lange Zeit vergessene Musik der Renaissance, die eine Wiedererweckung erlebt hatte, und auch die ebenfalls vergessene Musik von Johann-Sebastian Bach, die durch eine Aufführung seiner „Matthäus-Passion“ eine Wiederbelebung erfuhr und Anlass wurde, „das überwältigende künstlerische Erbe Bachs für die Nachwelt zu sichern.“

Bertram verweist auf die Philosophen Hegel und Heidegger, die in ihren kunstphilosophischen Schriften die „spezifische Geschichtlichkeit ästhetischen Erfahrens“ thematisiert haben. Er spricht auch von einem Verstehen, das seinen jeweils eigenen geschichtlichen Horizont habe. So könne eine ästhetische Selbstverständigung ebenso in einer Auseinandersetzung mit einer zeitgenössischen Trance-Musik wie mit einem antiken Kultgegenstand zustande kommen.

Kunstbetrachtungen, Teil 10

Was ist der Wert der Kunst?

In der letzten Folge der Kunstbetrachtungen ging es um die nicht ausreichend geklärte Bestimmung des Wertes der Kunst für den Betrachter.

Wie Georg W. Bertram, Autor des Buches „Kunst – Eine philosophische Betrachtung“, im Kapitel „Noch ein Problem: Was ist der Wert der Kunst?“ deutlich macht, ist der Begriff des Wertes im Zusammenhang mit der Kunst noch nicht ausreichend geklärt.

Annäherungen an Begrifflichkeiten

Nach seiner Auffassung „geht es in erster Linie weder um Besitz noch um Werte individuellen oder gesellschaftlichen Verhaltens.“ Um sich dem Verständnis darüber anzunähern, welcher Prozess zwischen Betrachter und Werk in Gang gesetzt wird, damit daraus eine ästhetische Erfahrung entsteht, bezieht sich Bertram auf die kunstphilosophischen Überlegungen von Martin Heidegger (*1889 +1976) und Georg Wilhelm Friedrich Hegel (*1770 +1831).

In der Abhandlung „Der Ursprung des Kunstwerks“ nimmt Heidegger eine Analyse eines Bildes von Vincent van Gogh vor, auf dem ausschließlich Schuhe zu sehen sind, „die von Alter und Gebrauch gekennzeichnet sind“. In ihrer Nutzlosigkeit charakterisieren sie für Heidegger nicht nur den Gegenstand, sondern auch das Bild, das sich jedem formalen Zweck entzieht.

Gerade in ihrer Unbrauchbarkeit beginnt Kunst uns etwas zu sagen“

Georg W. Bertram, Philosoph und Autor

Daraus folgert Bertram: „Gerade in ihrer Unbrauchbarkeit beginnt Kunst uns etwas zu sagen. Als solche eignet sie sich in besonderer Weise, uns Dinge unseres Lebens vor Augen zu führen. Sie eröffnet uns Blicke auf Vertrautes und überraschende Perspektiven. Sie sagt, wie wir verstehen können, was uns alltäglich umgibt“. Im Fall der gemalten Schuhe geht es um sie „als Teil einer Welt, in der sie im Zusammenhang mit Arbeitsschritten stehen, in der sie mit Unterwegssein und schweren Füßen verbunden sind“.

Im Bezug auf Hegels Philosophie der Kunst betont Bertram den Begriff der Selbstverständigung. Der Betrachter sieht bei einem Kunstwerk, das es ihm etwas über sich und seine Welt sagt. „Der Wert der Kunst besteht darin, dass sie für uns besondere Aspekte der Welt, in der wir leben, und unserer selbst, verständlich macht“, erläutert Betram und ergänzt: „Es geht (für den Betrachter) darum, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.“

Selbstverständnis des Betrachters

Dabei kann nach Bertrams Meinung beispielsweise ein abstraktes Bild ebenso wie ein figürliches Bild zum Selbstverständnis des Betrachters beitragen. Als Beispiel führt er Barnett Newmans Werk „Who is afraid of red, yellow and blue III“ an, das im Stedelijk Museum Amsterdam hängt. „Obwohl nur Farben auf Flächen zu sehen sind, die in unterschiedlichen Varianten miteinander verbunden wurden“, so erläutert Bertram, „halte die Farblichkeit von Newmans Werk Kontakt zu der Welt alltäglicher Erfahrunge, da die von Newman verwendeten Farben in der Welt und in der Vorstellung eines jeden Menschen – außer er ist farbenblind – vorkämen.

Wie der Autor von „Kunst – Eine philosophische Betrachtung“ noch einmal betont, steht die Kunst nicht für sich in einem abgehobenen Raum, sondern ist unverzichtbar mit dem Nachdenken über sie verbunden. Es geht um einen Gegenstand wie das schon erwähnte Werk von Newman, um eine Erfahrung des Betrachters, die es womöglich auslöst, und um eine klar und deutlich zum Ausdruck gebrachte Selbstverständigung des Betrachters, der sagen kann, welche Aspekte eines Kunstwerkes diese gut getroffen hätten. Bertram nutzt dafür den Begriff der Rechenschaft.

Kunstbetrachtungen, Teil 9

Kunst muss erfahren werdenAls unbefriedigend bewertet der Autor Georg W. Bertram die Institutionentheorie, die Kunst nur in Verbindung mit Museen und Fachleuten wie Kunstkritikern wahrnimmt.

Wie im Teil 8 der Kunstbetrachtungen schon angesprochen, wendet sich der Verfasser von „Kunst – Eine philosophische Betrachtung“ einem schon angesprochenen Aspekt zu: Der Erfahrung, die mit Kunstwerken gemacht oder nicht gemacht wird, eine ästhetische Praxis, die einen etwas angeht oder nicht.

Musik in der Einkaufspassage

Georg W. Bertram stellt sich die Frage „Welchen Wert hat die Kunst für uns?“ und greift beispielhaft anhand des Hörens von Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ die Bedeutung des subjektiven Empfindens auf. Es geht um die Frage, was einem diese Musik sagt, auch in einer Situation, in der eigentlich gar nicht bewusst Musik gehört wird, wie zum Beispiel in einer Einkaufspassage mit musikalischer Beschallung, die womöglich zum Konsum anregen soll, also einem anderen Zweck dient als dem des musikalischen Genusses. So kann aber aus einer alltäglichen Konsumsituation eine ästhetische Erfahrung werden, wenn einen die Musik in der Weise anspricht, dass sie als ästhetisch empfunden wird.

Was ist aber mit Musik, die eher Abneigung hervorruft oder Abneigung hervorgerufen hat wie die schon erwähnten Beispiele aus der Zwölftonmusik oder Strawinskis „Sacre du printemps“? Wie sagt Bertram so treffend: „Nicht jede Musik eignet sich für ein ästhetisches Hören.“ Das gilt womöglich auch für andere Künste wie die Malerei oder Bildhauerei.

Das Kunstwerk involviert mich in ein ästhetisches Geschehen.“

Georg W. Bertram, Philosoph und Autor

Worum geht es dann beim Kunstgenuss? Bertram spricht von der Erfahrung, die mit einem der Kunst zugerechneten Werke gemacht wird: „Wenn eine Musik mit einem Mal zu mir spricht, heißt das nicht, dass ich einfach meine Einstellung verändert habe. Es heißt vielmehr, dass ich eine Erfahrung mache. Das Kunstwerk involviert mich in ein ästhetisches Geschehen.“

Der Autor von „Kunst – Eine philosophische Betrachtung“ kommt zu folgendem Schluss: „Kunst lässt sich nur mit Blick auf Situationen begreifen, in denen Rezipienten (Betrachter) durch Kunstwerke angesprochen werden.“ Er macht deutlich, dass ohne Betrachter und dessen Erfahrungen nicht sinnvoll von Kunst gesprochen werden kann.

Wenn von Kunst die Rede ist, darf ein Verweis auf den Philosophen Immanuel Kant und das von ihm stammende Postulat des „interesselosen Wohlgefallens“ (aus seiner Schrift „Kritik der Urteilskraft“), das von einem Kunstwerk ausgehen soll, nicht fehlen. Bertram bestätigt das, in dem er sagt, „dass die ästhetische Erfahrung selbstzweckhaft ist. Wer ästhetische Erfahrungen macht, will damit nichts sonst in der Welt erreichen.“ Ergänzend fügt er hinzu, „dass die ästhetische Erfahrung kein Ziel hat, das über sie hinausgeht.“

Eine Frage bleibt aber ungeklärt: Das Bemessen des Wertes in Verbindung mit einem Kunstwerk.

Kunstbetrachtungen, Teil 8

Was im Museum hängtDie letzte Folge der Reihe zum Thema Kunst endete mit dem Thema Institutionen-Theorie und ihrer inhaltlichen Substanz. Daran gibt es Kritik.

Kunst ist das, was im Museum hängt, lautet also äußerst verknappt die von dem amerikanischen Kunstphilosophen George Dickie vertretene Institutionen-Theorie.

Autor Bertram ist von dieser These nicht überzeugt und begründet seine Zweifel mit einer einfachen Frage: Was ist eine Kunstinstitution? Gehört eine Konzerthalle, in der eine Rockband spielt, ebenso dazu wie ein Jazzclub oder ein Multiplexkino? Bertram vertritt die Auffassung, dass diese Frage objektiv kaum zu beantworten ist.

Kunstkritik als Maßstab

Ähnlich ist es mit der Kunstkritik als Maßstab für die Bewertung von Kunst. „Ist Kunst nur, was in den Feuilletons großer Zeitungen als Kunst besprochen wird?“, fragt Bertram. Und die Frage lässt sich erweitern: Welches Feuilleton bestimmt,

… keine Erfahrung, die man von außen bestimmen oder diagnostizieren kann …“

was Kunst ist, dass der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen oder der Zeit? Gilt auch das Feuilleton einer kleineren Lokalzeitung als Maßstab, oder eine Kultursendung im Fernsehen?

Der Autor von „Kunst – Eine philosophische Betrachtung“ kommt vor lauter ungelöster Fragen wieder auf die Erfahrung zurück, die der Betrachter eines als Kunst deklarierten Objektes macht oder machen sollte: „Ein Kunstwerk … muss als Kunstwerk erfahren werden, um als das Werk, das es ist, erkennbar zu sein. Die Erfahrung allerdings muss man machen.“ Für Bertram ist dabei eines ganz wichtig: „Sie ist keine Erfahrung, die man von außen bestimmen oder diagnostizieren kann.“

Ebenfalls wieder in den Blick geraten der Betrachter und natürlich seine Bewertung, ob er etwas als Kunst ansieht und eine entsprechende Erfahrung macht. Das führt den Autor zu einer weiteren wichtigen Frage: „Welchen Wert hat die Kunst für uns?“ Als Beispiel nennt er Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ und das, was sie beim Zuhörer auslöst oder nicht, auch wenn er das Stück nicht zielgerichtet, sondern zufällig gehört hat.

Kunstbetrachtungen, Teil 7 – Gegenstand und Erfahrung

In der letzten Folge der Reihe Kunstbetrachtungen war von einer ästhetischen Erfahrung die Rede, die mit der Betrachtung eines Gegenstandes, der als Kunstwerk gilt, einhergehen soll.

„Wer fragt, was Kunst ist, sollte klären, ob sich ein Zusammenhang zwischen den Eigenschaften von Kunstwerken und den Eigenschaften der Erfahrungen mit Kunstwerken denken lässt. Der Blick auf Kunstwerke sollte nicht von dem Blick auf ästhetische Erfahrungen isoliert werden und umgekehrt“, schreibt Bertram im Kapitel „Erste Weichenstellung: Wann ist Kunst?“ Und macht dabei klar, dass die Frage nach der Kunst und ihrem Kern anders gestellt werden muss. Er bezieht sich dabei auf den amerikanischen Philosophen Nelson Goodman, der sich ebenfalls gegen die Trennung von Kunstwerken und Kunsterfahrung ausspricht.

Kunst als Prozess

Die Frage lautet demnach: „Wann ist Kunst, nicht was ist Kunst?“ Es geht also bei der Kunst und ihrem Erleben nicht um etwas Statisches, sondern um einen Prozess.

Die radikale These von Goodman lautet: „Ein Kunstwerk ist demnach nicht als solches ein Kunstwerk, sondern erst dadurch, dass es zu einem Bestandteil einer bestimmten Praxis wird“, einer ästhetischen Praxis, bei der es zum Umgang mit einem Kunstwerk kommt, der ästhetische Erfahrungen auslöst. Bezogen auf die schon erwähnte Reaktion der Zuhörer einer Aufführung eines bestimmten Alban Berg- oder eines bestimmten Stravinski-Werkes („Altenberg-Lieder“ op.4 oder „Le sacre du printemps“) lässt sich sagen, „dass entweder dem Kunstwerk oder der durch es ausgelösten Erfahrung bestimmte Eigenschaften fehlen“.

Publikum beim Hören des dargebotenen Werkes nicht zu einer ästhetischen Praxis gekommen …“

Das Resultat: Beim Konzertbesuch sei es für das Publikum beim Hören der dargebotenen Werke von Berg und Stravinski nicht zu einer ästhetischen Praxis gekommen, wie Bertram ausführt. Oder einfacher gesagt: Die Musik wurde nicht verstanden und die Zuhörer hatten keinen Hörgenuss. Zumindest war das bei den beiden Premieren im Jahre 1913 der Fall.

Bertram spricht in diesem Zusammenhang von historischen Entwicklungen, die dazu führen können, dass sich der Blick auf vermeintliche oder tatsächliche Kunstwerke über die Jahrhunderte gewandelt hat.

Was aber hat dazu geführt, dass sich der Blick verändert hat, Gegenstände beispielsweise zur Kunst erklärt wurden, die vorher keine waren, oder umgekehrt? Hier kommen die Institutionen ins Spiel, die sich mit der Kunst beschäftigen.

Autor Bertram bezieht sich dabei auf den amerikanischen Kunstphilosophen George Dickie, der eine Institutionentheorie der Kunst vertreten hat, die verkürzt so lautet: Ein Kunstwerk ist das, was von den Institutionen der Kunst wie Museen, Ausstellungsmachern, der Kunstkritik oder der Kunst- und Kulturförderung als Kunstwerk angesehen wird.

Dass diese Antwort nicht genügen kann, ist für Bertram kaum zu bezweifeln, denn dann steht die Frage im Raum, wer oder was überhaupt eine Kunstinstitution mit voller Berechtigung sein kann.

Kunstbetrachtungen, Teil 6 – Gibt es eine Richtschnur?

Im vorigen Kapitel der Reihe Kunstbetrachtungen ging es um die Annäherung an einen Kunstbegriff durch Wissen über Kunst und durch einen vorgegebenen Kanon der Kunst. Aber reicht das?

An dieser Stelle ergibt sich bei der Suche nach einer ultimativwn Definition eines Kunstbegriffs folgendes Problem: Wenn es einen vorgegebenen Kanon der Kunst beziehungsweise eine vorgegebene Richtschnur dessen gibt, was zur Kunst gerechnet wird oder nicht, stellt sich die Frage, wie es dann sein kann, dass sich im Laufe der Jahrhunderte dieser Kanon immer mehr erweitert, immer mehr und andersartige Kunstwerke dazugerechnet werden.

In den Eigenschaften begründet

Das bringt Autor Georg W. Bertram zu der folgenden Überlegung: „Dass ein Gegenstand als Kunstwerk verstanden wird, liegt in den Eigenschaften begründet, die ein Kunstwerk ausmachen. Der Gegenstand muss in irgendeiner Weise das aufweisen, was ihn zum Kunstwerk macht.“

Hilfreich, um dem Kunstverständnis näher zu kommen, kann da ein Vergleich mit anderen Gegenständen sein, weiß Bertram und stellt dem Kunstwerk gedanklich einen Tisch gegenüber. Sehen wir einmal von Peter Bichsel und und seiner Kurzgeschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“ ab, gibt es eine allgemeine Übereinkunft, wie ein Tisch zusammengesetzt ist und aussieht und für welche Funktionen und Betätigungen er geeignet ist.

Angesichts schon besprochener strittiger Diskussionen um die Kunst und welches Werk zu ihr gerechnet wird, ist dem Autor klar, dass das Erkennen von Kunstwerken eine schwierigere Angelegenheit ist als das Erkennen eines Gebrauchsgegenstandes. Für ihn steht fest, dass es einer längeren Auseinandersetzung mit einem Kunstwerk bedarf, um es als solches zu erkennen.

Mit einem Kunstwerk muss man Erfahrungen machen …“

Bertram konstatiert: „Mit einem Kunstwerk muss man Erfahrungen machen … Die Eigenschaften, die für ein Kunstwerk charakteristisch sind, können nicht mit einem Schlag erfasst, sie müssen erfahren werden.“

In welchem Zusammenhang Kunstwerke in gegenständlicher Begriffes Ästhetik von großer Bedeutung, aber leider auch nicht einfach. Mit dem aus dem Altgriechischen kommenden Wort Ästhetik bezeichnete man bis zum 19. Jahrhundert vor allem die Lehre von der Schönheit, von Gesetzmäßigkeiten und Harmonie in Natur und Kunst.

Was verbirgt sich hinter dem Wort Ästhetik?

Ästhetik bedeutet aber wörtlich die Lehre von der Wahrnehmung beziehungsweise vom sinnlichen Anschauen. In der Wissenschaft bezeichnet der Begriff in einem engeren Sinn die Eigenschaften, die einen Einfluss darauf haben, wie Menschen etwas unter Schönheitsgesichtspunkten bewerten, insbesondere Kunst.

Kunstbetrachtungen, Teil 5 – Was ist ein Kunstwerk?

Nicht nur in der Malerei hat es revolutionäre Entwicklungen gegeben, die das Publikum überfordert haben. Gleiches gilt auch für die Musik.

Im Kapitel 1 „Es gibt Kunstwerke … gibt es sie wirklich?“ seines Buches zum Thema Kunst geht Autor Georg W. Bertram auf zwei musikalische Ereignisse im Jahre 1913 ein, die wie die Impressionismus-Ausstellung von 1878 (siehe Teil 1 der Kunstbetrachtungen) die Frage aufwarfen, ob das überhaupt Kunst sei.

Tumulte und Buhrufe

In Wien wurde das Stück „Altenberg-Lieder op. 4“ von Alban Berg, einem Schüler von Arnold Schönberg, aufgeführt. Beide sind der Zwölftonmusik zuzuordnen, die mit vorher geltenden Kompositionsregeln gebrochen hatte und für den nicht Eingeweihten zum Teil gewöhnungsbedürftig, zum Teil unzumutbar klang. Zwölf Halbtöne der Tonleiter, die an einer Stelle auf einmal erklangen, waren keine leichte Kost. Die Reaktion des Publikums: Tumulte, die einen Abbruch der Darbietung erzwangen.

In Paris wurde das Ballettstück „Le sacre du pritemps“ des russischen Komponisten Igor Stravinski auf die Bühne gebracht, das sich durch äußerst dominante Rhythmik, Melodienarmut und neue Akkorde auszeichnete. Die Reaktion des Publikums auf die wie bei Alban Berg ungewöhnlichen Töne: Buhrufe.

Kurzum: Die Übereinkunft zwischen Komponist und Hörer, was als klassische Musik oder überhaupt als Musik zu verstehen sei, galt nicht mehr. Der Philosoph Theodor W. Adorno brachte es auf den Punkt: „Zur Selbstverständlichkeit wurde, dass nichts, was die Kunst betrifft, noch selbstverständlich ist.“

Was macht ein Kunstwerk zu einem Kunstwerk, und was ist Kunst überhaupt?“

Vor diesem Hintergrund und angesichts des Bemühens, dem Kunstbegriff etwas näher zu kommen, stellen sich die von Bertram gestellten Fragen noch einmal mehr: Was macht ein Kunstwerk zu einem Kunstwerk, und was ist Kunst überhaupt?

Dazu bedarf es nach Bertram bestimmter Eigenschaften oder Merkmale, die ein musikalisches, malerisches oder skulpturales Werk besitzen muss, damit es als Kunst bezeichnet werden kann. Kurz gesagt geht es um den Unterschied von „echter Kunst“ und „bloßen“ Unterhaltungs- oder Gebrauchsprodukten.

Eine Zeit lang schien es vor allem in der Musik leicht zu sein, beides voneinander zu trennen. Klassik galt als E-Musik, der Rest als U-Musik. Aus damaligem Verständnis war Klassik als ernste, also E-Musik, in gutbürgerlichen Kulturkreisen als Kunst anerkannt, während auf sogenannte U-Musik wie zum Beispiel Schlager oder Jazz, herablassend heruntergeschaut wurde. Ihr wurde die Eigenschaft, Kunst zu sein, abgesprochen.

Frage nach Eigenschaften

Wie Bertram schreibt, wird Kunst aber bestimmt durch die Eigenschaften, die einem Kunstwerk zugeschrieben wird. Und was braucht es dazu? Zunächst viel Wissen über die Geschichte der Künste wie der Malerei, der Musik oder der Literatur. Das hilft bei der Einordnung dieser Gattungen in Epochen wie dem Barock, der Klassik oder dem Realismus. Eine erste Orientierung, was ein Kunstwerk ist oder sein soll, bietet laut Bertram ein schon länger existierender Kanon, oder anders ausgedrückt eine Richtschnur, auf den oder die sich die im Kulturbereich tätigen Menschen geeinigt haben. In entsprechenden Fachpublikationen sind Bilder, Skulpturen, Bücher oder Kompositionen zu fiden, denen der Begriff Kunst zugesprochen wird. Dazu gehören unter anderem die „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci, Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ oder Miguel de Cervantes „Don Quichote“, der zur Weltlieratur gerechnet wird.