Kunstverein Steinfurt präsentiert in einer Doppelausstellung Malerei, Grafik und Skulpturen

Vor Kurzem wurde in den Räumlichkeiten des Kunstvereins Steinfurt, dem Huck-Beifang-Haus an der Hahnenstraße im Stadtzentrum, eine Ausstellung mit Werken der Künstlerin Verena Gründel und des Künstlers Thomas Junghans eröffnet. Während Gründel malerische und grafische Werke zeigt, sind es bei Junghans Skulpturen.

Zu den Künstlern

Verena Gründel, 1990 in Hamm, Westfalen, geboren, schloss ihr Kunststudium an der Kunstakademie Münster 2020 als Meisterschülerin von Prof. Cornelius Völker ab. Ihre Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert und mit diversen Kunstpreisen und Stipendien ausgezeichnet.

Während sich die Künstlerin in ihrem Studium hauptsächlich der Druckgrafik (Aquatinta-Radierungen) gewidmet hat, bewegt sie sich jetzt im Medium der Malerei. Dabei setzt sie sich mit alltäglichen und flüchtigen Eindrücken – hauptsächlich Landschaften – auseinander und übersetzt diese in „malerische Essenzen“, bei denen Licht und Schatten und glutvolle Farbigkeit ein beunruhigendes Eigenleben abseits des Benennbaren entfalten. Das Abbilden und Einfangen von Zeit und Vergänglichkeit bilden dabei einen zentralen Ausgangspunkt für die Malereien und tritt in den Arbeiten immer wieder unterschiedlich in Erscheinung.

Thomas Junghans, geb. 1981 in Stollberg/Erzgebirge, entdeckte seine Passion für Skulpturen beim Zivildienst als Vogelwart auf der Nordseeinsel Scharhörn. Seine Motive, vorwiegend Tiere und Pflanzen, inspirierten ihn, eine Ausbildung zum Steinmetz zu absolvieren mit einem anschließenden Studium der Steinbild – und Holzbildhauerei in Südtirol. Als Restaurator arbeitete er unter anderem am Dom zu Halberstadt und beim Wiederaufbau des Neuen Museums Berlin.

Seit 2013 lebt er als freier Bildhauer in Tharandt lebt. Seine Motive findet Thomas Junghans in der Natur. Feinfühlig haucht er totem Holz oder Resten von Vögeln Leben ein. Die Themen und Formen suchen dich heim, nicht umgekehrt, stecken jahrelang in dir, werden durch deine Hände plastisch, berührbar und herrlich dreidimensional.

Nähere Informationen: Kunstverein Steinfurt, Hahnenstraße 8, 48565 Steinfurt, E-Mail: kontakt@steinfurter-kunstverein.de

Ausstellung in Emsdetten: Katsuhiko Matsubara: „Piece of myth“

Der Emsdettener Kunstverein präsentiert noch bis zum 2. November die Ausstellung „Piece of myth“ mit Werken des Künstlers Katsuhiko Matsubara.

Katsuhiko Matsubara erschafft in seiner Malerei einen harmonischen Raum zwischen Geist und Materie, Ost und West. Mit feinen Schichten und erdigen Flächen aus Ölfarbe erzeugt er ein lebendiges, organisches „Ökosystem“, das nicht konkrete Motive zeigt, sondern durch Farben, Texturen und Bewegung wirkt. Seine Werke basieren auf einer animistischen Weltsicht und verbinden persönliche Erfahrungen mit westlichen Kunstströmungen wie dem Impressionismus und Symbolismus. So lädt Matsubaras Malerei zur tiefen sinnlichen und geistigen Erfahrung ein.

Zum Künstler:

Katsuhiko Matsubara, 1986 in Tokio geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Von 2016 bis 2021 studierte er Malerei bei Prof. Anselm Reyle an der HFBK Hamburg. 2019 und 2020 war er Stipendiat im Künstlerhaus Bethanien. Derzeit stellt er vor allem in Deutschland, aber auch international in Galerien, Institutionen und Museen aus.

Nähere Informationen: Emsdettener Kunstverein, Friedrichstraße 2, 48282 Emsdetten, E-Mail: info@emsdettener-kunstverein.de. Die Ausstellung kann noch bis 2. November immer donnerstags und freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr in der Galerie Münsterland besucht werden.

Sechs große Kunstwerke unter dem Motto „Lass uns tanzen“

„Let’s Dance“ bringt nach langer Zeit sechs große Kunstwerke zurück ins Museum. Eine Form von Bewegung ist in allen Arbeiten erkennbar. Am auffälligsten ist die leuchtend pinke Skulptur „Pompadour“ von Antony Caro. In dieser Präsentation, die noch bis zum kommenden Sonntag, 2. November, im Kröller-Müller Museum in Otterlo/NL zu sehen ist, wird es mit „schwingenden“ Skulpturen von Richard Deacon, William Tucker und anderen kombiniert.

Die Skulpturen von Antony Caro (1924–2013) wirken „offen“, luftig und verspielt. In „Pompadour“ tanzen sechs quadratische Flächen auf und ab wie Noten in einer Notenzeile. Die Elemente scheinen zufällig in einer ständigen Andeutung von Bewegung zusammengeführt zu sein.

„Pompadour“ wird hier mit Skulpturen von Künstlern wie Richard Deacon (1949) und William Tucker (1935) kombiniert sowie mit Werken von früheren Studenten Caros an der St. Martin’s School of Art in London. Auch die fließende Linie von Deacons „Blind, Deaf and Dumb (A)“ und Tuckers rockiges „ARC“ evozieren Bewegung. Und wenn man genau hinschaut, sieht man die Blechfahne von Reiner Ruthenbeck (1937–2016) sanft auf ihrer Linie „wehen“.

Neben den Skulpturen von Caro, Deacon, Tucker und Ruthenbeck sind auch Werke von John McCracken (1934–2011) und Auke de Vries (1937) zu sehen.

Das Kröller-Müller-Museum ist dienstags bis sonntags von10 bis 17 Uhr geöffnet. Nähere Informationen erfolgen unter der Telefonnummer (0031) 0318 591241, im Internet auf www.kmm.nl und per Email unter info@kmm.nl

Museumsnacht Winterswijk: ein Abend, drei Museen, unendlich viel zu erleben

Am Samstag, 15. November, öffnen das Museum Villa Mondriaan, Transit Oost und die Museumfabriek gemeinsam ihre Türen für eine neue Ausgabe der Museumsnacht Winterswijk.

Ein Abend voller Musik, Getränke, Kurzfilme, Karaoke und Performances. Eine Entdeckungsreise durch Kunst, Erbe und Kreativität, alles zum Greifen nah. In dieser besonderen Nacht verwandelt sich Winterswijk in ein lebendiges kulturelles Netzwerk. Die Besucher ziehen von Museum zu Museum und erleben an jedem Ort eine andere Atmosphäre.

Im Museum Villa Mondriaan verwandelt sich die historische Villa in einen lebendigen Treffpunkt. Zwischen den Kunstwerken wird Musik gespielt und es werden Kurzfilme gezeigt und zum Abschluss kann sich das Publikum beim Karaoke austoben. Von spontanen Vocals bis hin zu tanzbaren Sets. Ein Abend, an dem Kunst und Nachtleben mühelos verschmelzen. Bei Transit Oost dreht sich alles um Technologie. Die Besucher erhalten einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen und sehen hautnah, wie Züge gebaut und restauriert werden. Zwischen dem Stahl und den Werkbänken ist eine musikalische Überraschung zu hören, die das industrielle Dekor zum Leben erweckt.

In der Museumfabriek erfüllt Live-Musik den Raum, und eine Band umrahmt den Abend auf stimmungsvolle Weise. Darüber hinaus werden alte Filmaufnahmen aus Winterswijk gezeigt, eine Zeitreise, die zeigt, wie reich das lokale Erbe ist. Und genauso viel Spaß macht die Fahrt zwischen den Drehorten: Ein Borrelbus bringt die Besucher auf festliche Weise von Museum zu Museum bringt. Mit einem Drink in der Hand wird die Fahrt selbst Teil der Party.

Die Museumsnacht Winterswijk ist eine Ode an Kreativität, Zusammenarbeit und Staunen, eine Nacht, in der Kunst, Musik und Gemeinschaft aufeinandertreffen.

Nähere Informationen: Museum Villa Mondriaan, Zonnebrink, 47101 NC Winterswijk, Telefon +31 (0) 54351 5400, E-Mail info@villamondriaan.nl. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Solarpunk – Eine Ausstellung mit einem Funkeln aus der Zukunft

In Zeiten, in denen sich die Nachrichten zu Kriegen, Hunger und Naturkatastrophen überschlagen, lädt die Ausstellung „Solarpunk“, die bis zum 17. Januar 2026 im „uzwei“ im Dortmunder U zu sehen ist, dazu ein, gemeinsam die Vision einer Zukunft zu entwerfen, in der Inklusion, Klimagerechtigkeit, Diversität und Gleichberechtigung möglich und die von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und einer Überwindung von Konflikten geprägt ist.

Junge Künstlerinnen und Künstler zeigen Werke, die danach fragen, wie und ob eine solche Zukunft erreicht werden kann. Sie laden dazu ein, dass alle, die die Ausstellung besuchen, Ideen entwickeln, was sie selbst zu der Erschaffung einer Welt beitragen können, in der das Leben auch noch in hunderten von Jahren lebenswert ist. Außerdem erfahren Besucherinnen und Besucher, was sich hinter dem Science Ficion-Genre „Solar Punk“ verbirgt.

Die Ausstellung macht Mut zum Optimismus und für eine gemeinsame Rebellion gegen Umweltverschmutzung, Krieg, Diskriminierung und Hoffnungslosigkeit.

Zu sehen sind Kunstwerke von Nour Attalla und Robert Manschke, Marija Balubdžić mit Solarchor – Daniel Butau, Teresa Ewers, Elisavet Kenanoglou, Mika Finn Klöpper, Mia-Lucy Rottmann, Hannah Schittkowski – Bea Davis, Sheree Domingo, Marta Górnicka mit – Smilla Ann, Anjali Bröcker, Ayla Buchholz, Katharina Frölich, Cosmo Glanc, Judith Grytzka, Lukas Huber, Agnetha Jaunich, Jan Kollenbach, Lisa Schäfer, Camila Scholtbach, Lioba Sombetzki und Johanna Sowka -, Stefan Hurtig, Lounami und Mia Killus, Judith Kranz, Gabriel Massan, Theresa Mielich, Simone Salva-Neumann, Maki Shimizu, Stift Toucheé – Helena Daniel, Till Gilsbach, Norman Grotegut, Jacqui Mundri, Therese Schuleit, Maike Weckenbrock, Rendered Realities – Agnetha Jaunich und Hendrik Lange mit Michael Nguyen und Florencia Alonso.

Workshops bieten an: Melissa Arcak, Christopher Bonk, Sofia Brandes, Laura Gronwald, Rafael Hengelbrock, Anna Hilfrich Lisanne Immke, Christine Köck, David Mergelmeyer, Lisa Panitz, Salma Parra Scholz, Franziska Schneeberger, SOFF – Diana Helena Sophie Ramirez, Katja Striedelmeyer und Sarah Wegmann.

Nähere Informationen: uzwei im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund, E-Mail: uzwei@stadtdo.de, Telefon 0231 5010171.

„Alles Licht – Light and Space gestern und heute“

Licht ist mehr als Helligkeit – es schafft Atmosphäre, verändert Räume und prägt, wie wir die Welt sehen. Licht ist Grundlage des Lebens und steht symbolisch für Erkenntnis und Wahrheit, für Spiritualität und Hoffnung. Licht kann aber auch Material der Kunst sein.

Die Ausstellung „Alles Licht. Light and Space gestern und heute“, die vom 15. November bis zum 1. März 2026 in der Kunsthalle Bielefeld zu sehen ist, rückt das kalifornische „Light and Space Movement“ der 1960-er Jahre in den Fokus. Im „Light and Space“ wird Licht auf völlig neue Weise als künstlerisches Material genutzt. Künstler dieser Bewegung entwickelten eine grundlegend neue Auffassung von Licht, Raum und Wahrnehmung.

Die Ausstellung eröffnet Einblicke in die Entwicklung des künstlerischen Umgangs mit Licht von den visionären Experimenten der 1960-erJahre bis heute. Es stehen historische Positionen und aktuelle Arbeiten zeitgenössischer Künstler im Dialog.

Die Architektur der Kunsthalle Bielefeld ist Teil dieses Dialogs: Mit ihrer klaren Formensprache, der markanten Lichtführung und dem Wechselspiel von Innen und Außen eröffnet sie einen Raum, in dem Licht keine bloße optische Erscheinung ist. Licht ist Material, Werkzeug der Wahrnehmung und kritisches Medium zugleich.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler sind: Angela Bulloch, Mary Corse, Olafur Eliasson, Nancy Holt, Robert Irwin, Craig Kauffman, Mischa Kuball, Nicole Miller, Tatsuo Miyajima und Helen Pashgian

Nähere Informationen: Kunsthalle Bielefeld, Artur-Ladebeck-Straße 5, 33602 Bielefeld, Telefon: 0521 32999500, Fax: 0521 329995050, E-Mail: info@kunsthalle-bielefeld.de. Die Kunsthalle ist am Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

„Siegfried Anzinger – GERONIMO“ – Ausstellung bis 2026 verlängert

Siegfried Anzinger ist als Maler und Zeichner bekannt, aber er ist auch ein großartiger Geschichtenerzähler. Faszinierend ist dabei, dass seine Erzählkunst in der Sprache wie in der Zeichnung gleichermaßen spannend ist und uns begeistert. Nun hat er sich der Geschichte des Heiligen Hieronymus angenommen, einem der bedeutendsten lateinischen Kirchenväter, der als rigoroser Asket lebte und wesentliche Teile der Bibel übersetzte und kommentierte. Mit seiner leichten und virtuosen Zeichentechnik schildert Anzinger Anekdoten dieser Geschichte von Hieronymus auf neue und ungewöhnlich humorvolle Weise.

Unter dem Titel „Geronimo“ sind diese Bilder noch bis zum 4. Mai 2026 im Museum Küppersmühle (Sonderschau im dritten Obergeschoss) in Duisburg zu sehen.

Anzinger gehört zur Generation der „Neuen Wilden“, die Anfang der 1980-er Jahre in Europa Furore machten. Seine erste vielbeachtete Ausstellungsteilnahme war 1982 auf der „documenta 7“ in Kassel. Seine Malerei ist gekennzeichnet durch expressive Schnelligkeit und Leichtigkeit in der Ausführung. Er arbeitet bevorzugt mit Leimfarbe, die der Spontaneität seiner malerischen Handlungen am besten entspricht und wie die Aquarellfarbe bei Arbeiten auf Papier nicht korrigierbar ist. Die Bildkompositionen Anzingers müssen in einem Zug gelingen. Anzinger beschränkt sich auf wenige Themen, deren Bedeutung meist hinter der Virtuosität des malerischen Vortrags zurückstehen.

Vier Themenkreise dominieren sein Schaffen: Tiere, Madonnen, Schöpfungsgeschichten und erotische Darstellungen. Sein distanziertes, bisweilen auch parodistisches Verhältnis zum Motiv brachte er im Gespräch mit Friedhelm Mennekes 1996 zum Ausdruck: „Ich habe festgestellt, dass die Form am stärksten wirkt in dem Moment unmittelbar vor ihrer Auflösung. Nicht, Unsichtbares sichtbar machen, nein, das Sichtbare fast zur Unsichtbarkeit bringen. Das möchte ich eigentlich. Dorthin, wo man es frei betrachten kann.“ Auch seine jüngsten Zeichnungen und Aquarelle sind von dieser Maxime bestimmt. Anzinger ist ein großartiger Kolorist.

Anzingers Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Oskar Kokoschka Preis 1988 und dem Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst 2003. Seit 1998 hat er eine Professur für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf inne.

Nähere Informationen: Museum für moderne Kunst Küppersmühle, Philosophenweg 55, 47051 Duisburg, Telefon 0203 30194811, E- Mails: kasse@museum-kueppersmuehle.de (für Kasse und Information), buchung@museum-kueppersmuehle.de (für Buchung von Führungen und Workshops) und office@museum-kueppersmuehle.de (für Stornierungen und Fragen zu Tickets), Internet: www.museum-kueppersmuehle.de. Geöffnet ist von Freitag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

„Sculpture 21st“: Peter Kogler-Werk im Lehmbruck-Museum

Peter Kogler (*1959) ist ein Meister in der Gestaltung von Räumen und der Verstärkung der Wirkmacht von Architektur. Sein Werk zeichnet sich durch eine enorme Formen- und Medienvielfalt aus: Er arbeitet in den Bereichen Skulptur, Film, Videoprojektionen, Computeranimationen, Zeichnung und großen Projekten im öffentlichen Raum. Seine Raumvision entfaltet sich als doppelbödige Erfahrung von Bildraum und Erlebnisraum.

Für die Glashalle des Lehmbruck Museums hat Peter Kogler innerhalb der Reihe „Sculpture 21st“ einen immersiven Raum geschaffen, der eine ganz eigene künstliche Realität erschafft und dort noch bis zum 2. November zu sehen ist.

Raumfüllende Vorhänge schaffen einen illusionistischen Raum, den sie sich mit metallenen Objekten und einem verspiegelten, begehbaren Kubus teilen. Dieser ermöglicht es dem Betrachter, in einen virtuellen Kosmos aus schwarz-weißen Mustern einzutauchen und irritierende Bewusstseinsphänomene zu erleben. Diese Raumerfahrungen erweitert Kogler mit Wesen, die sich virtuell zu den Objekten in der Glashalle gesellen.

Die virtuellen Realitäten Koglers können auch über das eigene Smartphone erlebt werden. An der Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Raum des Kantparks und der Glashalle des Museums erlebt das Publikum die „Mixed Reality“ Peter Koglers.

Peter Kogler gehört zu den Pionieren der Medienkunst. Er begann bereits 1984, mit Computern zu arbeiten, und perfektionierte die Gestaltung von mediatisierten Räumen in den 1990er-Jahren. Zur charakteristischen Motivwelt seiner prägnanten Computeranimationen gehören Röhren, Weltkugeln, Gehirne und Ameisen. Kogler entwirft Bildcodes für unsere heutige Zeit, die von Datenströmen geprägt ist, und verbindet mit ihnen eine körperliche Erfahrung von Desorientierung. Mit großer Experimentierfreude schafft er architektonische Illusionen an der Schnittstelle von realer und virtueller Raumvorstellung. Es sind immersive Räume, die uns mit allen Sinnen einnehmen.

Nähere Informationen: Lehmbruck Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 40, 47051 Duisburg, Postadresse: Düsseldorfer Straße 51, 47049 Duisburg, Telefon: +49 (0) 203 283-3294. Fax: +49 (0) 203 283-3892, E-Mail info@lehmbruckmuseum.de

„Mika Rottenberg – Queer Ecology“ – Ausstellung im Lehmbruck-Museum

Unter dem Titel „Queer Ecology“ stehen die neuesten Werke der 1976 in Buenos Aires geborenen Künstlerin Mika Rottenberg im Zentrum einer Ausstellung, die noch bis zum 22. Februar 2026 im Lehmbruck-Museum in Duisburg zu sehen ist.

Die Werke handeln von der Rolle des Menschen in dem stetig wachsenden System des globalen Konsums. Sie zeigen die Absurdität der exzessiven, kapitalistischen Warenproduktion und die prekären Arbeitsbedingungen, insbesondere von Frauen, auf humorvolle, manchmal bissige und sarkastische Weise.

Mit mehr als 30 Arbeiten – Skulpturen, Videos, begehbaren Rauminstallationen, interaktiven Werken sowie ihrem ersten Spielfilm „REMOTE“ (2022) – ist es bis heute die international umfassendste repräsentative Präsentation der Künstlerin der letzten zwei Jahrzehnte. Den kommunikativen Mittelpunkt der Ausstellung, die von der Künstlerin speziell für das Lehmbruck Museum konzipiert wird, bilden die neuen Skulpturen „Lampshares“ aus organischen Materialien und recyceltem Plastik, mit denen sie erstmals in ihrem Studio einen Produktionskreislauf realisiert. Die Ausstellung entfaltet sich netzförmig mit den Themen „Arbeit“, „Körper“ und „Zukunft“. Sie knüpft Verbindungen zu den Hauptwerken „NoNoseKnows“ (2015), „Cosmic Generator“ (2017) und „Cheese“ (2008).

Bei dieser Ausstellung initiiert das Lehmbruck Museum eine Kooperation mit dem Modellprojekt „RuhrortPlus“, das den ambitionierten Versuch unternimmt, den Stadtteil Duisburg-Ruhrort umweltneutral zu transformieren. Die Ausstellung widmet sich mit ihrem Thema einer existenziellen Frage unserer Zeit und verlässt dabei bewusst den Raum des Museums.

Der Titel „Queer Ecology“ beschreibt die Verstrickung zwischen Mensch, Technologie und Umwelt und macht Prozesse der Transformation und Fluidität erlebbar. „Queer Ecology“ ist ein Weg, die binären Auffassungen von Mensch und Natur aufzulösen und zusammen zu denken: Wie muss sich unser Denken über die Welt und die Materie verändern, um den Folgen des Kapitalismus und wirtschaftlichen Missverhältnissen zu entkommen?

Mit der Kreislaufwirtschaft der „Lampshares“ und dem Outreach-Programm initiiert das Museum ein Modellprojekt, das seinerseits auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Es ist das Ziel des Projekts, das Bewusstsein und die Urteilskraft für Nachhaltigkeit und ökologische Themen zu schärfen. In diesem Kontext wirken Rottenbergs Arbeiten als aktiver Katalysator für Veränderungsprozesse, sodass Ressourcen neu gedacht und künstlerische Prozesse nachhaltig gestaltet werden können.

Nähere Informationen: Lehmbruck Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 40, 47051 Duisburg, Postadresse: Düsseldorfer Straße 51, 47049 Duisburg, Telefon: +49 (0) 203 283-3294. Fax: +49 (0) 203 283-3892, E-Mail info@lehmbruckmuseum.de

Nachtrag zu dem Künstler Friedrich Vordemberge-Gildewart

Wer war eigentlich der Künstler Friedrich Vordemberge-Gildewart? Wie sah seine Verbindung zur Stadt Osnabrück aus? Wer den Künstler Friedrich Vordemberge-Gilderwart (v-g) kennenlernen will, kann sich bei einem Stadtrundgang auf dessen Spuren begeben.

Das Projektbüro Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück will den Blick auf v-gs vielfältiges Wirken in seiner Heimatstadt Osnabrück lenken und dieses aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Wussten Sie zum Beispiel, dass v-g für den Stadtbaurat Lehmann, für Privatpersonen und Geschäftsleute innengestalterisch tätig war? Oder dass eines seiner Werke, welches im Osnabrücker Schloss hing, bis heute spurlos verschwunden ist? Wer neugierig geworden ist, kann Weiteres bei einem Stadtrundgang, der zusätzlich schöne Flecken von Osnabrück präsentiert und eine Vielzahl an Originalaufnahmen bereithält, erkunden. Start ist bei der Station 1, dem Geburtshaus von v-g.

Dieser interaktive Stadtrundgang basiert auf QR-Codes, die an jeder Station Informationen bereitstellt. Lediglich ein Smartphone und eine QR-Code App (kostenlos) werden für diesen Rundgang benötigt. Um die Interaktion und den Spaßfaktor zu erhöhen, haben die Initiatoren zusätzlich an jeder Station kleine Geocaches versteckt, die nur darauf warten, gefunden zu werden. Geocaching funktioniert ebenfalls mit dem Smartphone, entweder über Google Maps oder mit einer kostenlosen Geocaching-App. Da Google Maps nicht so exakt ist wie GPS-Geräte, findet sich ein Hinweis zu jedem Cache immer am Ende des Stationstextes.

Station 1: Geburtshaus

„In Osnabrück wurde ich am 17.11.1899 geboren. Meine Jugend und Kinderzeit: Handwerkerhaushalt, Spielplatz. Maschinen Werkstatt Holz Holz Holz. Aber auch Zeichnungen im Büro meines Vaters. Die Erziehung ging darauf hinaus, daß ich das Geschäft übernehmen sollte. Bevor ich Innenarchitektur studierte, mußte ich auf Rat meines Vaters die praktische Seite vorher erledigen. Mein Gesellenbrief 1918. Ostern 1919 ging ich nach Hannover zur Kunstgewerbeschule; natürlich um den Wunsch meines Vaters zu erfüllen: Innenarchitektur. Sofort begann ich neben diesem Studium, meine inneren Leidenschaften zu entfachen: ich begann zu bildhauern.“ (zitiert aus V-G Manuskript, VG Archiv Museum Wiesbaden).

v-g unterstützte 1948-1950 seine Familie bei der Instandsetzung des 1944 fast völlig zerstörten Wohnhauses in der Großen Gildewart. Er fertigte eine Vielzahl von Möbelentwürfen an und wirkte an der Gestaltung des Treppenhauses wie auch an der Gestaltung des holzvertäfelten Flurs im Obergeschoss mit. Sein letztes Relief, welches an der Wand auf dem ersten Treppenabsatz angebracht wurde, zeigt Rückgriffe auf seine früheren gestalterischen Konzeptionen, die Kombination der Grundformen Kreis und Rechteck war seit den 20er Jahren in seinen Gemälden nicht mehr zu finden. Die im selben Ton wie die verputzte Wand gehaltenen Holzleisten muteten optisch selbst als vortretende Wand an und wirkten gleichzeitig als Gerüst für die auf die Wand aufgemalten geometrischen Formen.

Nach dem Wiederaufbau des Wohnhauses entwarf v-g 1952 Auf-und Grundriss der neuen Tischlerwerkstatt für den väterlichen Betrieb und stand seinen Geschwistern beim Wiederaufbau mit Rat und Tat zur Seite. In einem Brief berichtet er: „ Im laufe des jahres habe ich bei meinen geschwistern in osnabrück die verwüstete tischlerwerkstatt neu erstehen lassen, ein betonbau mit sehr viel licht und guter arbeitsmöglichkeit….das ist seit 1933 meine erste architektur.“ (Brief an G. Honegger und Frau, 3.12.1952)

Station 2: Alte Wirtschaft Peitsche

Bei Besuchen seiner Familie in Osnabrück, zu der er ein enges Verhältnis hatte, war v-g oft Gast in der nahe am Elternhaus gelegenen Gaststätte „Alte Wirtschaft Peitsche“, wo„beim alten Albrecht ein nettes Gespräch und gute Schnäpse warteten“. (zitiert aus Friedrich Vordemberge-Gildewart. Zum 100. Geburtstag, S.70) Noch heute gilt sie als Traditionskneipe und befindet sich wie damals direkt am Heger Tor.

Station 3: Kulturgeschichtliches Museum, früher Städtisches Museum

Vom 10.10. bis 14.11. 1920 organisierte die Osnabrücker Sektion des Dürerbundes im Städtischen Museum eine Kunstgewerbeausstellung, an der auch v-g teilnahm. Das Ziel des Dürerbundes, das Echte, Schlichte, und Wahre in der Kunst zu pflegen, im Großen und im Kleinen eine harmonische Verbindung des Schönen mit dem Notwendigen und Nützlichen zu suchen, dürfte v-g bekannt gewesen sein. Seine eingereichten Werke, deren Aussehen man heute nicht mehr rekonstruieren kann, reichten von Tapeten, Druckstoffen, Kalendern bis hin zu Entwürfen von Bibliotheksräumen, einer Kunsthalle und Grabmälern.

Station 4: Bewatrek Outdoor Haus, früher Lederwarengeschäft Vordemberge

Ende der 20er Jahre entwarf v-g einen kühl-eleganten Ausstellungs-und Verkaufsraum. Im Deutschen Handwerkskalender 1932 wird geschrieben:“ Eine großzügige Verkaufsfront, sowohl architektonisch als auch betriebstechnisch…. Die Glastüren der eingebauten Schränke sind bis auf den Boden heruntergezogen, so dass eine große Ausstellungsmöglichkeit garantiert ist…Sehr vornehm wirken die zwei Tresen, in Nussbaum ausgeführt, die mit rotem Tuch, leicht auswechselbar, bezogen sind und so harmonisch mit den schwarzen Heizkörpern in den hell gehaltenen Nischen zusammenklingen. Die eingebauten Schränke sind in Zebra ausgeführt, die Umrahmung in Massaka. Ein in jeder Weise der heutigen Verkaufstechnik angepasster Laden.“

Station 5: Universität Osnabrück, früher Kulturzentrum

Seit dem 16. Mai 1931 befand sich eine Gemäldegalerie in dem Hauptgebäude des Osnabrücker Schlosses, die vom Städtischen Museum genutzt wurde. Das Werk K 33, eine Leihgabe von v-g, wurde 1932 von Geheimrat Reinecke ohne Wissen des Museumsdirektors Dr. Gummel zeitweilig entfernt. Das Bild wurde später von einer NS-Kommission als entartetes Werk beschlagnahmt und ist bis heute verschollen.

v-g, der seit seiner Aufnahme in die avantgardistischen Kreise in Hannover in den 20er Jahren als konkreter Maler an zahlreichen internationalen Ausstellungen teilgenommen hatte, setzte nach dem Krieg, den er im niederländischen Exil überlebte, sein künstleriches Werk erfolgreich fort. Zudem nahm er an der Academie van beeldende Kunsten in Rotterdam einen Lehrauftrag zum Thema „Farbe als raumbildendes Element in der Architektur“ an.

Dieses Engagement in der Vermittlung seiner Kunst-und Gestaltungsauffassung führte ihn Ende November 1954 im Rahmen einer deutschlandweiten Vortragstournee zu seinem Lehrauftragsthema nach Osnabrück. In der Raumgestaltung dürfe die Farbe „niemals als selbstverherrlichung auftreten, niemals isolieren, sondern muss das ganze umschließen“. Diese neue Schwerpunktsetzung seiner Arbeit trug im entscheidenden Maße zu seiner Berufung an die Ulmer Hochschule für Gestaltung bei. Von 1954 bis 1962 lehrte v-g dort als Leiter der Abteilung für visuelle Kommunikation.

Station 6: Haus Seelig

Zwischen 1926 und 1928 wurde v-g im Haus Seelig innengestalterisch tätig. Im Obergeschoss des Hauses entwarf er für beide Räume (Bibliothek und Kombination aus Schlaf- und Wohnzimmer) ein gestalterisches Gesamtkonzept. Erstmals führte v-g in der Bibliothek abstrakte Intarsienkompositionen an einzelnen Möbelstücken ein, die seine früheren Reliefornamente ersetzen. Die Möbel des Wohn-Schlafzimmers (1928) jedoch sind ohne jegliche Ornamentik und streng orthogonal zueinander ausgerichtet. (Reduktion der Möbel weist Nähe zu den Gestaltungsprinzipien des Bauhauses auf).

Station 7: Rathaus

1927 gestaltete v-g das neue Arbeitszimmer des Stadtbaurats Friedrich Lehmann im Obergeschoss des Neuen Rathauses am Markt 2/3, wo sich heute die Arkaden der Stadtbibliothek befinden (die ursprünglichen Räumlichkeiten wurden im 2. Weltkrieg zerstört). Der Raum wurde dabei von farbigen Wandfeldern in Kombination mit schlichten, unornamentierten dunklen Nussbaummöbeln dominiert. Im Vordergrund standen wieder die Funktionalität und Reduzierung der Möbel wie auch die bestmögliche Ausnutzung des vorhandenen Raumes.

Obwohl v-gs Werk in Osnabrück über lange Zeit im Verhältnis zu seinem internationalen Erfolg wenig Aufmerksamkeit erfuhr, verlieh man ihm schließlich am 3. Januar 1955 im Friedenssaal des Rathauses die Justus-Möser-Medaille für seine Rolle als Vorkämpfer der modernen Malerei. Dennoch war in diesen Jahren keine Einzelausstellung mit Werken v-gs geplant, obwohl er bereits Ausstellungen in Paris, Mailand, Rom und Amsterdam bestückt hatte.

Station 8: Altstätter Bücherstuben

Anfang der 1930er Jahre arbeitete v-g als Werbegrafiker für die Tapetenfabrik Rasch aus Bramsche, die bereits Ende der 1920er Jahre mit der Bauhaustapete deutschlandweit für Aufsehen sorgte. Der ebenfalls in Typografie erfahrene v-g entwarf in dieser Position für die Jahre 1933 und 1934 die Jahresbücher der Firma. Als Ergebnisse entstanden das sogenannte Silberne und Goldene Rasch-Buch.

Um den verschiedensten Publikumswünschen gerecht zu werden, erweiterte die Firma Rasch 1950 ihr Angebot um die sogenannte Künstler-Tapete. Unterschiedlichste Künstlerinnen und Künstler wurden für die Gestaltung der neuen Kollektion angeworben, so auch v-g im Jahr 1953. Seine Entwürfe für die Lotura-Tapete, die in seinen Augen keinen „tutti frutti kitsch“ in Form von Ornamenten enthalten dürften, erhielten den Zuschlag und wurden 1956 produziert, gerade noch rechtzeitig, um bei der im Städtischen Museum stattfindenden Ausstellung „künstlerisches schaffen-industrielles gestalten“ ausgestellt zu werden.

Station 9: Stadthaus 1, früher Stadtkrankenhaus

Das Stadtkrankenhaus, welches sich zur damaligen Zeit am Natruper-Tor-Wall befand, bedurfte Ende der 1920er Jahre dringend einer Erweiterung. Stadtbaurat Lehmann, der entschiedener Befürworter des Neuen Bauens war, favorisierte einen Hochbau, der schließlich realisiert wurde und heute das Stadthaus 1 beherbergt. v-g, der in seiner Hannoveraner Zeit (1919-1936) unzählige Reliefs gestaltet hatte, erhielt 1928 den Auftrag, am neuen dreistöckigen Verbindungstrakt zwischen dem alten Gebäude und dem neuen Hochhaus, der Eingangsbereich und zugleich Durchfahrt werden sollte, die Pfeiler, Unterzüge und Fronten keramisch zu umkleiden. Diese wurden türkisblau lackiert. 1964/65 wurde der Haupteingang zum Wall hin verlegt und der Verbindungstrakt mit dem Relief abgerissen.

Station 10: Schütze Holzbearbeitung

1916 begann v-g auf Wunsch seines Vaters eine Tischlerlehre bei einem Meisterkollegen und Freund des Vaters, Julius Schütze. Am 30. Dezember 1918 erhielt der äußerst begabte v-g seinen Gesellenbrief, sowohl den praktischen als auch den theoretischen Teil der Gesellenprüfung bestand v-g mit „sehr gut“. In seiner handwerklichen Ausbildung wurden die Grundlagen für sein genaues, mathematisches Arbeiten und sein Gespür für Materialien,Formen und Farben gelegt. Dies zeigte sich später sowohl auf der Ebene der Malerei wie auch in seiner gestalterischen Arbeit im Bereich des Möbelentwurfs, der Typografie oder der Innenarchitektur.

Station 11: Hasefriedhof

v-g verstarb am 19. Dezember 1962 und wurde auf dem Hasefriedhof beigesetzt. Sein Grab, welches 1998 zum Ehrengrab erklärt wurde, befindet sich auf der Grünfläche links hinter der Kapelle. Nach seinem Tod schenkte seine Frau Ilse Leda der Stadt Osnabrück die Komposition „K144“.

Station 12: Heger Friedhof

Am 5. Februar 1926 wurde von der Stadt ein Wettbewerb zur Gesamtgestaltung des Heger Friedhofs, insbesondere der neuen Grabmäler, ausgeschrieben. v-g reichte mehrere Entwürfe für Grabmäler ein, von denen eine Vielzahl prämiert und von der Stadt gekauft wurden. Die Gräber sind leider nicht mehr erhalten, nur Entwürfe geben heute Aufschluss über v-gs Grabmälergestaltung.

Station 13: Schützenkreis Osnabrück Stadt e. V., früher Osnabrücker Schützenverein

Der Osnabrücker Schützenverein schrieb im Jahr 1928 einen Wettbewerb zur Gestaltung einer Kleinen Festhalle aus. Als Sieger ging v-g mit seinen avantgardistischen Entwürfen hervor. Er erwarb sich mit diesen Entwürfen internationales Renomme als Architekt der Avantgarde, seine Gebäudeentwürfe waren sowohl funktionalistisch als auch reduktionistisch und erinnerten damit an Bauformen von De Stijl und von Rietveld. Die Bezeichnung v-gs als Architekten bleibt dennoch strittig, oftmals gingen konkrete Planungen nicht über die ersten Entwürfe hinaus, auch die von ihm entworfene Tischlerwerkstatt seines Vaters wurde letztlich von einem Osnabrücker Architekten realisiert. Zur Umsetzung der Entwürfe für die Kleine Festhalle kam es nie, aus Kostengründen wurde das Projekt nicht durchgeführt.

Nähere Informationen: Projektbüro Fachbereich Kultur, Kulturhaus, Marienstraße 5/6, 49074 Osnabrück, Ansprechpartnerin Anke Bramlage, (0541) 3234211, E-Mail: bramlage@osnabrueck.de