„Work in Progress“ in der Kunsthalle Düsseldorf

Am Freitag, 10. April, beginnt in der Kunsthalle Düsseldorf die bis zum 30. August zu sehende neue Malerei-Ausstellung „Work in Progress.
In dieser Gruppenausstellung verwandeln die fünf Künstlerinnen und Künstler Navot Miller, Rosilene Luduvico, Federico Herrero, Stefan Marx und Joëlle Dubois nacheinander für jeweils vier Wochen die Wände der Kunsthalle in großformatige Malereien. Dabei könnt ihr live erleben, wie ortsspezifische Arbeiten entstehen. Den Anfang macht der Künstler Navot Miller bis zum 10. Mai. Für Besucher, die verfolgen wollen, wie sich die Kunsthalle im Laufe der Zeit verändert, lohnt sich das Special Ticket, mit dem für nur 10 Euro die Ausstellung fünfmal besucht werden kann.
Ebenfalls im April beginnt die neue Projektreihe Kunsthalle unterwegs: Die Kunsthalle kommt in den Stadtraum. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern entstehen Kunst-Projekte in ganz Düsseldorf, die neue Perspektiven auf die Stadt eröffnen.
Am Donnerstag, 16. April, eröffnet die Kunsthalle mit „FOLDS (in tape fields)“ die erste Kooperation von „Kunsthalle unterwegs“ zusammen mit dem IMAI – Inter Media Art Institute. Der kenianische Sound-Künstler KMRU untersucht in seiner vierteiligen Arbeit, wie urbane Infrastrukturen unser Hören im öffentlichen Raum prägen. Ausgehend von Aufnahmen und Beobachtungen im Stadtraum entfaltet sich die Arbeit über alltägliche Orte wie der Heinrich-Heine-U-Bahn-Station oder dem Salon des Amateurs.

MUR BRUT 38 – Helene Kuschnarew. 360 Hektar (bis 31. Mai)

Was geschieht, wenn ein Ort seine gewohnte Ordnung verliert? Welche Bilder entstehen zwischen Masse und Individuum? Die Bildräume von Helene Kuschnarew bleiben bewusst offen: Sie greifen Verschiebungen auf, ohne sie festzulegen. Gesellschaftliche und institutionelle Strukturen werden angedeutet, moralische und kulturelle Normen berührt, Tabuthemen nur gestreift. Wie groß sind 360 Hektar? So groß wie 504 Fußballfelder, siebenmal der Vatikan oder rund 5.000 Tennisplätze – oder eben Wacken.

Der Titel „360 Hektar“ verweist auf das Dorf Wacken, das durch das jährlich stattfindende Heavy-Metal-Festival Wacken Open Air vorübergehend zur Großstadt wird. Zwischen wenigen tausend Einwohner und zehntausenden Besuchern entsteht ein Ausnahmezustand, der Fragen nach Gemeinschaft, Ritual und kollektiver Identität aufwirft. Der Ort fungiert dabei zugleich als reale Referenz und als Träger kollektiver wie individueller Erinnerung.

Vergänglichkeit und Kurzlebigkeit erscheinen als strukturelle Prinzipien, etwa wenn Pigmentstaub direkt auf die Wand aufgetragen und wieder entfernt wird. Kuschnarews Praxis bewegt sich in einem Spannungsfeld von Archivierung, Spur und Überlagerung, in dem sich Bilder als vorläufige Zustände formieren.

Helene Kuschnarew absolvierte 2025 ihren Abschluss als Meisterschülerin an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Peter Piller.

FOLDS III – Radio broadcast by KMRU

Am Freitag, 17. April, 16 bis 17 Uhr, können sich Zuhörer auf eine einstündige Guest Session des Künstlers KMRU bei Callshop Radio freuen, einem seit 2017 bestehenden, unabhängigen Community Radio aus Deutschland.

FOLDS IV – Live Showcase by KMRU mit Martina Bertoni & Stefan Schneider Monti

Das Konzert von KMRU mit Martina Bertoni und Stefan Schneider Monti findet am 18. April um 21 Uhr im Velvet an der Stresemannstraße 8 statt und ist Teil der ortsübergreifenden Klanginstallation „FOLDS (in tape fields)“. Die Veranstalter bieten einen Abholservice, Early Entry und Assistenzen vor Ort für blinde und sehbehinderte Menschen an. Nähere Informationen erfolgen bei der Stiftung IMAI unter der E-Mail-Adresse info@stiftung-imai.de oder unter der Telefonnummer +49 211 54230994.

FOLDS (in tape fields) – Audioführungen mit Joy Bausch

Joy Bausch führt am Donnerstag, 23. April, 18.30 bis 20 Uhr, und am Samstag, 25. April 2026, 16 bis 17.30 Uhr, entlang der verschiedenen Stationen der mehrteiligen Klanginstallation „FOLDS (in tape fields) von KMRU. Ausgehend von KMRUs Untersuchung urbaner Hörordnungen richtet die Führung den Fokus auf Klang, Bewegung und situative Aufmerksamkeit im gemeinsamen Gehen, Innehalten und Zuhören.

Startpunkt ist die Kunsthalle Düsseldorf am Grabbeplatz 4, Endpunkt die Filmwerkstatt Düsseldorf an der Birkenstraße 47 (Hof). Die Führung ist kostenlos. Teilnehmer benötigen ein gültiges ÖPNV-Ticket. Anmeldung werden per E-Mail an bildung@kunsthalle-duesseldorf.de in deutscher Lautsprache entgegengenommen. Assistenzen vor Ort für blinde und sehbehinderte Menschen werden angeboten. Bei Bedarf werden Teilnehmer von der nächstgelegenen Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs abgeholt und zu den Ausstellungs- und Veranstaltungsorten begleitet. Anmeldungen werden bei der Stiftung IMAI per E-Mail unter der Adresse info@stiftung-imai.de oder per Telefon unter der Nummer +49 211 54230994 entgegengenommen.

Gespräch mit Navot Miller

Im Gespräch mit Navot Miller erhalten die Besucher am Dienstag, 14. April, in der Zeit von 17 bis 18 Uhr Eindrücke von seiner Arbeitsweise. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf seiner Planung und seinem Vorgehen für die ortsspezifischen Wandmalereien in der Kunsthalle im Rahmen der Ausstellung „Work in Progress“.

Work in Progress – Celebrating! Navot Miller

Gemeinsam mit dem Publikum feiert die Kunsthalle ab Freitag, 17. April, von 18 bis 22 Uhr die fertigen Wandmalereien von Navot Miller. „Kommt vorbei und seht, wie der Künstler die Kunsthalle neu eingefärbt hat. Aber denkt daran: Anschließend habt ihr nur bis zum 10. Mai Zeit, das Werk des Künstlers zu entdecken, bevor wir wieder alles weiß übermalen und Rosilene Luduvico mit ihrer Arbeit beginnt“, heisst es vonseiten der Kunsthalle.

Nähere Informationen: Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf, Telefon: +49 (0)211 54237710, E-Mail: mail@kunsthalle-duesseldorf.de

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