Ausstellungslaufzeit: 8. August – 4. Oktober
Im Jahr 2026 wird in der Kunsthalle Bremen der Pauli-Preis zum 50. Mal verliehen. Der Kunstpreis zeichnet im deutschen Sprachraum lebende Künstler für einen hervorragenden Beitrag zur jüngsten Kunst der Gegenwart aus und gilt als einer der bedeutendsten Preise für zeitgenössische Kunst in Deutschland.
Sein Name erinnert an den ersten wissenschaftlichen Direktor der Kunsthalle Bremen, Gustav Pauli (*1866 – +1938). Bis heute verdankt das Museum seine berühmtesten Werke Paulis progressiven Ankäufen moderner Kunst. Seinem fortschrittlichen Geist sieht sich auch der Pauli-Preis verpflichtet, der vom 8. August bis 4. Oktober acht nominierte Künstlerinnen und Künstler präsentiert. Nun stehen die nominierten Positionen fest.
Die Wettbewerbsausstellung, in der alle acht nominierten Künstler ihre Werke präsentieren, findet vom 8. August bis 4. Oktober in der Kunsthalle Bremen statt. Die künstlerischen Positionen wurden von sechs internationalen Kuratorinnen und Kuratoren, dem Direktor der Kunsthalle Bremen, Christoph Grunenberg, sowie dem Stifterkreis für den Pauli-Preis nominiert. Im Laufe der Ausstellung verkündet eine renommierte fünfköpfige Jury von Fachleuten den Preisträger beziehungsweise die Preisträgerin. Am 15. September wird der mit 30.000 Euro dotierte Preis verliehen.
Die acht nominierten Künstler und ihre Kuratoren für den Pauli-Preis 2026:
• Jan Albers (*1971 in Wuppertal, lebt und arbeitet in Düsseldorf) vorgeschlagen von Felix Krämer, Generaldirektor und künstlerischer Leiter des Kunstpalastes in Düsseldorf • Christiane Baumgartner (*1967 in Leipzig, lebt und arbeitet in Leipzig) vorgeschlagen von Anna Wesle, Kuratorin am Museum Franz Gertsch, Burgdorf, Schweiz • Harry Hachmeister (*1979 in Leipzig, lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig) vorgeschlagen von Mathilda Legemah, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Institutional Development am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin • Annette Kelm (*1975 in Stuttgart, lebt und arbeitet in Berlin) vorgeschlagen vom Stifterkreis für den Pauli-Preis • Caroline Kryzecki (*1979 in Wickede/Ruhr, lebt und arbeitet in Berlin) vorgeschlagen von Christoph Grunenberg, Direktor der Kunsthalle Bremen • Phung-Tien Phan (*1983 in Essen, lebt und arbeitet in Essen) vorgeschlagen von Michelle Cotton, Direktorin der Kunsthalle Wien • Liesl Raff (*1979 in Stuttgart, lebt und arbeitet in Wien) vorgeschlagen von Stefanie Böttcher, Direktorin der Kunsthalle Mainz • Anike Joyce Sadiq (*1985 in Heidelberg, lebt und arbeitet in Berlin und Nürnberg) vorgeschlagen von Yvette Mutumba, Mitbegründerin und Leiterin von Contemporary And (C&)
Jury:
• Yilmaz Dziewior, Direktor Museum Ludwig, Köln • Asta Gröting, Künstlerin, Berlin • Roland Mönig, Direktor Von der Heydt-Museum, Wuppertal • Susanne Pfeffer, Direktorin Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main • Hilke Wagner, Direktorin Albertinum, Dresden
Hintergrundinformationen zum Pauli-Preis
Der Pauli-Preis blickt auf eine lange Geschichte zurück: Vor über 70 Jahren wurde er als Kunstpreis der Böttcherstraße von Ludwig Roselius jun. (1929–2022) ins Leben gerufen und bis 1983 in der Böttcherstraße in Bremen jährlich ausgerichtet. Seit mittlerweile 40 Jahren verdankt der Preis sein Fortbestehen einer Gruppe engagierter Mitglieder des Kunstvereins in Bremen. Seitdem wird alle zwei Jahre die Ausstellung in der Kunsthalle Bremen präsentiert und durch den Stifterkreis getragen. 2024 wurde der Kunstpreis der Böttcherstraße umbenannt und heißt nun Pauli Preis.
Der mit 30.000 Euro dotierte Pauli-Preis feiert im Jahr 2026 ein rundes Jubiläum und wird zum 50. Mal verliehen. Dabei legt das mehrstufige Preisverfahren großen Wert auf Transparenz und Neutralität: Sechs Kuratorinnen und Kuratoren, der Direktor der Kunsthalle Bremen sowie der Stifterkreis für den Pauli-Preis schlagen unabhängig voneinander je eine künstlerische Position vor. Diese acht Nominierten präsentieren ihre Arbeiten in der Wettbewerbsausstellung in der Kunsthalle Bremen. Im Laufe dieser Ausstellung kürt eine Jury, die sich aus fünf weiteren Kunstexperten zusammensetzt, schließlich die Preisträgerin beziehungsweise den Preisträger.
Der private Stifterkreis, der sich aus einer Gruppe von Mitgliedern des Kunstvereins in Bremen sowie dem Senator für Kultur und der Sparkasse Bremen zusammensetzt, finanziert nicht nur die Ausstellung, den Katalog und das Preisgeld, sondern bemüht sich auch um die Erwerbung eines Werks der jeweiligen Preisträger für die Sammlung des Kunstvereins. So konnten dank des Stifterkreises in der Vergangenheit Kunstwerke unter anderem von Gabriele Stötzer (2024), Karimah Ashadu (2022), Ulrike Müller (2020), Nina Beier (2014), Daniel Knorr (2012), Thea Djordjadze (2009), Ulla von Brandenburg (2007), Clemens von Wedemeyer (2005), Tino Sehgal (2003), Olafur Eliasson (1997) und Wolfgang Tillmans (1995) erworben werden.
Nähere Informationen: Kunsthalle Bremen, Am Wall 207, 28195 Bremen, Telefon: +49 (0)421 – 32 9080, Fax +49 (0)421 – 32908470, E-Mail: info@kunsthalle-bremen.de