Januar-Programm der Kunsthalle Düsseldorf

Auch im neuen Jahr ist wieder viel los in der Kunsthalle Düsseldorf. So läuft die Ausstellung „Wohin? Kunsthalle / Stadt / Gesellschaft der Zukunft“ noch bis zum 1. Februar.
Zum Ende der Ausstellung lädt die Kunsthalle zum großen Thementag „Grün bauen. Stadt teilen. Utopien zwischen Stadtplanung, Teilhabe und Gemeinwohl“ ein. Am Samstag, 24. Januar, gibt es von 11 bis 18 Uhr zwei Talks mit Künstlern und Fachexperten aus den Bereichen, Architektur, Kultur und Soziales, eine Mitmach-Aktion sowie eine Performance des Künstlerkollektivs Club Real. Der Thementag knüpft an die Fragen von Nachhaltigkeit und Teilhabe in Stadt, Architektur und Städtebau an, die die aktuelle Ausstellung verhandelt. Der Eintritt in die Ausstellung und das Programm sind an diesem Tag frei.
Zur Finissage von „Wohin? Kunsthalle / Stadt / Gesellschaft der Zukunft“ am 1. Februar gibt es unter anderem eine akustische Führung für blinde, sehbehinderte und sehende Menschen in der Zeit von 11.30 bis 12.30 Uhr.
Am Dienstag, 20. Januar, gibt es von 19 bis 22 Uhr ein Nachtfoyer mit Michael Dekker und am Donnerstag, 29. Januar, lädt die Kunsthalle in der Zeit von 18 bis 21 Uhr zum „Langen Donnerstag“ ein. Bei freiem Eintritt werden eine performative Lesung von Christina Irrgang, ein Screening und ein Talk mit Nadine Karl und Fiona Borowski zur Projektreihe „Mur Brut“ (37) und noch einiges mehr geboten.

Zu Nadine Karl. After Unrast Mur Brut 37

Aus dem flimmernden Licht des betongrauen Parkhauses entfaltet sich eine schattenhafte Geschichte: eine Kreatur – weder ganz menschlich noch ganz fremd – eröffnet eine mythologische Welt, die sich mit selbstkritischen Fragen an die Betrachterinnen und Betrachter richtet. In welchem Verhältnis steht der eigene Körper zu dieser Figur, zu ihrer Verletzlichkeit, zu ihrer Umwelt? In ihr begegnet uns eine ökofeministische Perspektive, die die Trennung von Mensch und Natur, Subjekt und Objekt in einem unwirklichen Setup infrage stellt.

Die Installation von Nadine Karl untersucht Übergänge zwischen Wahrnehmung, Identität und Erinnerung und entfaltet ein Moment der Unsicherheit. Transformation erscheint nicht als dramatischer Wandel, sondern als leises Umschalten zwischen Zuständen, Zeiten und Empfindungen. Das Parkhaus wird zum Resonanzraum dieser Fragen: ein Schwellenort, an dem sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Wahrnehmung in Bewegung gerät und das Sehen zu einer körperlichen Erfahrung wird; flüchtig, tastend, offen und womöglich doch überfordert.

Nadine Karl absolvierte 2024 ihren Abschluss als Meisterschülerin an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professorin Dominique Gonzalez-Foerster.

Die Projektreihe „Mur Brut“ wird seit 2014 auf einer weiß gestrichenen Wand im Parkhaus der Kunsthalle Düsseldorf umgesetzt. Seitdem dient diese so aus dem visuellen Konzept des Parkhauses herausgelöste Wand als Projektionsfläche für vierteljährlich wechselnde Kunstprojekte.

Nähere Informationen: Kunsthalle Düsseldorf, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf, Telefon: +49 (0)211 54237710, E-Mail: mail@kunsthalle-duesseldorf.de

Hinterlasse einen Kommentar