Die außergewöhnliche Kunstsammlung der aus der Region Twenthe stammenden Sammlerin Marina Eshuis (*1934 +2024) ist in die nationale Sammlung der Niederlande eingefügt worden.
Die aus rund 150 Werken bestehende Sammlung ist dem Rijksmuseum Twenthe und dem Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed (RCE) geschenkt worden, die gemeinsam für die Verwaltung der Sammlung zuständig sind.
Die offizielle Übergabe erfolgte vor Kurzem im Rijksmuseum Twenthe mit einem Festakt und der Eröffnung der Ausstellung „Marina Eshuis – eine jahrzehntelange Sammelleidenschaft“. Diese Ausstellung beleuchtet sowohl das Leben als auch die Sammelleidenschaft von Marina Eshuis, die im vergangenen Jahr mit 89 Jahren verstorben ist.
Ein Leben lang gesammelt
In der Ausstellung wird die Geschichte einer Arztfamilie aus Tubbergen und deren besondere Leidenschaft für moderne Kunst in den Blick genommen. Mit dem Ankauf von drei Bildern des Malers Jan Sluijters im Jahre 1940 legten die Eltern von Marina Eshuis die Grundlage für eine Sammlung, die sich unter ihrer Obhut zu einer der bedeutendsten Privatsammlungen in der Twenthe entwickelte.
Die Sammlung umfasst Bilder, Keramik- und Glasobjekte von Künstlern wie dem schon erwähnten Jan Sluijters, aber auch von Marc Chagall, Lucebert, Charlotte van Pallandt, Theo Wolvecamp, Eugène Brands und Roger Raveel. In ihrem Haus an der Oranjestraat in Tubbergen umgab sich Marina Eshuis mit ihrer Kunst: „Alles hängt an den Wänden oder ist aufgestellt. Ich will all meine Kunst um mich haben“, sagte sie einmal selbst.
Von der Privatsammlung zum kulturellen Erbe der Niederlande
Vor ihrem Ableben überließ sie die Sammlung der Stichting Het Esch-Huys – verbunden mit dem Auftrag, dass diese in die Verantwortung der Rijkscollectie übergeben wird. Damit war gewährleistet, dass die Werke sorgsam konserviert, untersucht und dann auch präsentiert werden konnten. Mit der Aufnahme in die Collectie Nederland ist das gewährleistet.
Die Sammlung soll in der Zukunft durch wechselnde Präsentationen und Forschungsprojekte der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Der Anfang wurde mit der Ausstellung im Rijksmuseum Twenthe gemacht, die dort noch bis zum 22. Februar 2026 zu sehen ist. Gezeigt werden Werke von Jan Sluijters und Roger Raveel, die in der niederländischen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts eine große Rolle spielen.
Nähere Informationen: Rijksmuseum Twenthe, Lasondersingel 129-131, 7514 BP, Enschede, Telefon +31 53201 2000, Internet www.rijksmuseumtwenthe.nl. Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.