Open-Ended / Ergebnisoffen

Die Ausstellung „Open-Ended“, die vom 22. November bis 6. April 2026 im Kröller-Müller Museum in Otterlo/NL zu sehen ist, versammelt eine Auswahl von Kunstwerken, die einen Übergang markieren. Die Werke sollen die Betrachter aktivieren; Sie regen zum Handeln, zur Bewegung und zum Nachdenken an. Und manchmal braucht man nur seine Vorstellungskraft, um eine Veränderung einzuleiten.

Ein Tipp: „Lass dir Zeit. Es sind oft große Werke, die man im Nu ’sehen‘ kann, die einem aber Gänsehaut bereiten, wenn man sich die Zeit nimmt, sie zu würdigen.“ (Regisseur Benno Tempel in „See All This“)

Zwischen einem Anfangs- und einem Endpunkt

„Open-Ended“ passt zu den letzten Monaten des Jahres: Im Winter, einer Zeit des Übergangs, geht es darum, über die Vergangenheit nachzudenken und nach vorne zu blicken. Seit Jahrhunderten feiern die Menschen in den dunklen Tagen um die Wintersonnenwende (21. Dezember) das langsam zurückkehrende Licht. Die Kunstwerke in „Open-Ended“ bilden einen Durchgang zwischen einem Anfangs- und einem Endpunkt oder nehmen Sie mit auf eine Reise von A nach B, wie in „Airport“, einer Klanginstallation des chinesischen Künstlers Zhou Tiehai (1966), die einen imaginären Flughafen erschafft. Weiter geht es durch „Topoestesia“ von Gianni Colombo (1937–1992), eine schwindelerregende Passage.

Vorgestellt: Knochenvorhang von Marina Abramović / Ulay

Das fesselnde Werk „Bone Curtain“ besteht aus rasselnden Knochen und blutroten Seilen. Der Vorhang, der von dem Künstlerduo Marina Abramović (1946) und Ulay (*1943 – +2020) geschaffen wurde, hängt von Wand zu Wand; Man muss da hindurchgehen. Die Künstler zwingen einen so, eine Schwelle zu überschreiten. „Bone Curtain“ stellt die Grenze zwischen Leben und Tod dar. Egal, ob du es schrecklich oder schön findest, es wird eine Wirkung auf dich haben, wenn du hindurchgehst.

Featured: „Klemme“ von Franz West

In der Installation „Clamp“ lädt Franz West (*1947 – +2012) dazu ein, einen Fremden anzurufen. Die Wände sind mit Seiten aus dem Telefonbuch von Otterlo bedeckt. Ursprünglich enthielt „Clamp“ auch einen funktionierenden Festnetzanschluss. Gemeint waren damit die Momente, in denen West bei der Arbeit in seinem Atelier durch einen Anruf unterbrochen wurde. Nach einer solchen Unterbrechung konnte der Künstler sein Werk wieder mit neuen Augen betrachten. Sie können weiterhin Anrufe in „Clamp“ tätigen. Wer weiß, wen Sie erreichen könnten …

Nähere Informationen: Das Kröller-Müller-Museum ist dienstags bis sonntags von10 bis 17 Uhr geöffnet. Kontakte sind unter der Telefonnummer (0031) 0318 591241, im Internet auf www.kmm.nl und per Email an info@kmm.nl möglich.

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