Ausstellung „Ariel Reichman. Keiner soll frieren!“ im Felix-Nussbaum-Haus

Der aus einer jüdisch-orthodoxen Familie stammende und in Berlin lebende Künstler Ariel Reichman (*1979) erforscht in seiner Kunst die eigene Biografie, Erinnerungen, die persönliche Gedanken- und Gefühlswelt. Reichmans interdisziplinäre Arbeiten basieren auf den Konzepten der Empathie und der menschlichen Verletzlichkeit.

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Gegenwärtig. Zeitgenössische KünstlerInnen begegnen Felix Nussbaum“ nimmt Reichman unter dem Titel „Keiner soll frieren!“das Werk Felix Nussbaums zum Ausgangspunkt, über die heutige Gesellschaft zu diskutieren und sie im Spiegel der Vergangenheit zu reflektieren.

Neben Metallskulpturen, die aus eingeschmolzenem Nazi-Metallmemorabilia neu entstehen, werden in der Ausstellung Fotografien von kleinen Papier- und Wachsblumen präsentiert, die wie Abzeichen im Nationalsozialismus als Belohnung verschenkt wurden. Hinter den scheinbar harmlosen Sammlerstücken steckte ein kalkuliertes System nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik und Beeinflussungsstrategie. Im Prozess der Umformung und Transformation stellt Reichman heute die Frage, ob man Geschichte überwinden kann. Was bleibt an Dingen, Architekturen oder auch im Denken von der Vergangenheit haften?

Öffentliche Führungen zur Ausstellung, die noch bis zum 10. Mai 2026 im Felix Nussbaum-Haus in Osnabrück zu sehen ist, finden jeweils um 15.30 Uhr an folgenden Terminen statt:
7. Dezember (mit Kinderbetreuung von 15 bis 17 Uhr), 8. Februar 2026, 14. Februar 2026 (Kuratorinnenführung) und 5. April 2026 (mit Kinderbetreuung von 15-17 Uhr).

Nähere Informationen: Museumsquartier Osnabrück, Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück, E-Mail: museum@osnabrueck.de, Telefon: 0541 323-2207 oder 0541 323-2237.

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