Die Weimarer Republik ist ein spannendes Kapitel deutscher Geschichte, welches mehr Beachtung verdient hat. Als erste deutsche Demokratie schuf sie viele der Grundlagen, auf denen unsere Gesellschaft heute noch basiert. Zugleich ist sie ein Lehrstück dafür, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder erkämpft und verteidigt werden muss. Um diese Botschaften zu vermitteln, wurde vom Weimarer Republik e. V. unter dem Titel „Die Weimarer Republik – Deutschlands erste Demokratie“ ein innovatives Ausstellungskonzept umgesetzt, das einen Erlebnisraum mit multimedialen Elementen schafft.
Am Multimediatool können verschiedene Filmformate zur Geschichte der Weimarer Republik ausgewählt werden. Durch eine moderne Erzählweise bieten die Filme einen kurzweiligen Einblick in die wichtigsten Aspekte der Weimarer Jahre. Außerdem werden Bezüge zur Gegenwart aufgezeigt, um den Besuchern die Zusammenhänge zwischen geschichtlichen und aktuellen Ereignissen zu verdeutlichen.
Die Inhalte der Filme können an den 16 Ausstellungstafeln zu verschiedenen Aspekten der Weimarer Republik vertieft werden. So greift die Ausstellung nicht allein politische Themen, sondern auch kulturelle, wirtschaftliche und soziale Fragestellungen jener Zeit auf, die auch 100 Jahre später wichtige Erkenntnisse bieten: Was führte zum Zusammenbruch des Kaiserreichs und zur Gründung der Republik? Und wieso galt ihre Verfassung als die damals fortschrittlichste der Welt? Wie wirkte sich die Hyperinflation von 1923 auf das Leben der Menschen aus? Worauf beruht der »Mythos Weimar« in den vermeintlichen »Goldenen Zwanzigern«? Wer war für die Zerstörung der Republik verantwortlich? Dabei werden die Debatten und Problemlagen durch zeitgenössische Fotografien, Plakate und Zeichnungen auf interessante Weise veranschaulicht.
Zu sehen ist diese Ausstellung in den Räumlichkeiten des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums am Markt 6 in Osnabrück.
Offiziell eröffnet wird sie am Donnerstag, 11. November, 19 Uhr. Eine Einführung erfolgt durch den wissenschaftlichen Referenten Christian Schneebeck. Der Eintritt ist frei. Zu sehen ist die Ausstellung in Osnabrück bis zum 18. Januar 2026.
Nähere Informationen: Weimarer Republik e.V., Theaterplatz 4, 99423 Weimar, Telefon 03643 7792821 und Internet www.weimarer-republik.net / Erich Maria Remarque-Friedenszentrum Stadt Osnabrück, Markt 6, 49075 Osnabrück / Erich Maria Remarque-Archiv, Arbeitsstelle Krieg und Literatur, Ansprechpartner Claudia Junk, Telefon: 0541/323-4525, E-Mail junk@osnabrueck.de, Alice Cadeddu, Telefon: 0541/323-4549, E-Mail: cadeddu@osnabrueck.de, Öffnungszeiten: Bis auf Weiteres sind Recherchen im Archiv nur nach vorheriger Terminabsprache möglich. / Erich Maria Remarque-Ausstellung, Telefon Info allgemein: 0541/323-3292, Führungen: Martin Siemsen, Telefon: 0541/323-2109 und E-Mail: siemsen.m@osnabrueck.de. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr.