Deutscher Friedenspreis für Fotografie 2025 und Felix Schoeller Photo Award 2025

Im Museumsquartier Osnabrück werden die ausgezeichneten und nominierten Arbeiten des „Deutschen Friedenspreises für Fotografie 2025“ und des „Felix Schoeller Photo Award 2025“ präsentiert. Die Ausstellung dokumentiert die Vielfalt zeitgenössischer Fotografie und wie eindrucksvoll sie gesellschaftliche Entwicklungen, Fragen nach Verantwortung und die Suche nach Frieden sichtbar machen kann.

Der Deutsche Friedenspreis für Fotografie, gemeinsam vergeben von der Stadt Osnabrück und der Felix Schoeller Group, zeichnet künstlerische Positionen aus, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Frieden auseinandersetzen. 2025 erhielt Maximilian Mann den Preis für seine Serie „Letzte Rettung Oberhausen“. Die Arbeit porträtiert Menschen, die in einer stillgelegten Zeche Zuflucht gefunden haben, und überzeugte die Jury durch ihren sensiblen, dokumentarischen Blick. Mann setzte sich damit gegen Bewerbungen aus 88 Ländern durch.
Der Felix Schoeller Photo Award wurde in diesem Jahr in zwei Kategorien vergeben. In der Kategorie „Nachhaltigkeit“ ging der Preis an den deutsch-mexikanischen Fotojournalisten Axel Javier Sulzbacher für seine Serie „Green Dystopia“, die sich mit den ökologischen und sozialen Auswirkungen technologischen Fortschritts auseinandersetzt.

In der Kategorie „Nachwuchs“ wurde die in Frankfurt und Berlin lebende Künstlerin Verdiana Albano für ihre Arbeit „I ain’t from no east coast“ ausgezeichnet, in der sie Fragen von Identität, Zugehörigkeit und kulturellem Erbe untersucht.

Die Ausstellung vereint alle prämierten und nominierten Serien beider Wettbewerbe und bietet einen aktuellen Einblick in die internationale Fotografie. Die gezeigten Arbeiten verdeutlichen, wie Fotografie über das Sichtbare hinausweist und neue Perspektiven auf globale Zusammenhänge eröffnet.

Gezeigt werden alle Arbeiten der Fotografinnen und Fotografen – beim persönlichen Besuch entfalten die Originale ihre volle Ausdruckskraft und Wirkung.

Öffentlichen Führungen durch die Ausstellung werden jeweils Sonntags, 26. Oktober, 30. November, 25. Januar 2026 und 22. Februar um 15.30 Uhr angeboten.

Zum Foto „Letzte Rettung Oberhausen“ von Maximilian Mann

Im Ruhrgebiet liegt ein besonderer Ort, an dem die globalen Krisen und Konflikte dieser Welt eine erschreckende Nähe gewinnen: das Friedensdorf Oberhausen. Hier manifestieren sich die Folgen von Krieg und Gewalt in Gesichtern – gezeichnet von Brandnarben, Verletzungen und Schmerz. Es sind die Gesichter von Kindern, die noch keine Jugendlichen sind und doch bereits das Schlimmste durchlebt haben.
Doch dieser Ort ist keiner der Resignation, sondern einer des Neuanfangs. Durch medizinische Versorgung und das Engagement ehrenamtlicher Ärztinnen und Ärzte erhalten die Kinder nicht nur körperliche Heilung, sondern auch eine Perspektive – einen Moment des unbeschwerten Lachens, einen Schritt zurück ins Leben.

Nähere Informationen: Museumsquartier, Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück, E-Mail: museum@osnabrueck.de, Telefon: 0541 323-2207 oder 0541 323-2237.

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