Arnold Voet aus Uelsen zeigt eine Auswahl seiner Werke
„Tierisch schön“ ist das Motto des dreitägigen Kunstmarktes im beschaulichen Ort Ootmarsum, dass sich über die Jahre mit seinen mittelalterliche Gässchen und zahlreichen Galerien zu einem kulturellen Zentrum im Osten der Niederlande entwickelt hat.
Dort präsentieren sich vom 29. bis 31. August jeweils von 11 bis 17 Uhr zahlreiche nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler an unterschiedlichen Orten. Gastland ist dieses Mal Georgien.
Ein weiteres Mal aus der Grafschaft Bentheim, genauer gesagt aus Uelsen, ist Arnold Voet beim Ootmarsumer Kunstmarkt vertreten. Angefangen hat dessen künstlerische Werdegang übrigens ganz bescheiden mit Filzstiften. Zunächst ohne weiteren Ehrgeiz, eigentlich nur aus Spaß am Ausprobieren. Doch als seine Frau Gerda die Zeichnungen zu Gesicht bekam, erkannte sie das Talent ihres Mannes. Darauf hin schenkte sie ihm zu Weihnachten Malutensilien und ein Buch mit dem Titel „Einführung in die Aquarellmalerei“. Und plötzlich war der Ehrgeiz von Arnold Voet geweckt.
Trotz der anstrengenden und verantwortungsvollen Arbeit als Verkaufsleiter bei der früheren Weltfirma NINO belegte er in seiner Freizeit die Kurse Freihandzeichnen und Farblehre bei der Volkshochschule Nordhorn.
Der damals dort tätige Dozent Wolf Wrisch begleitete mit kritischem Blick die künstlerische Entwicklung von Arnold Voet, der sich die Landschaftsmalerei zum Thema gemacht hatte. Einen großen Einfluss übten für ihn die Maler des Impressionismus aus. Doch die Malweise Arnold Voets ist eine andere geworden. Sie orientiert sich mehr am Realismus und ist im Detail äußerst genau.
Bei den Landschaftsbildern des Uelsener Malers, in denen er zumeist regionale Motive auf die Leinwand bannt, sind für ihn zwei Dinge von großer Wichtigkeit: der Bildaufbau und das Einfangen der Lichtstimmung. Prägend für diese Entscheidung war der Kontakt zu dem niederländischen Maler Janhendrik Dolsma, dessen Bilder er zufällig bei einer Ausstellung in Ommen sah. Janhendrik Dolsma ist vom Meer, den Stränden und Dünen fasziniert. Vor allem die Nordseeküste der Niederlande mit ihren breiten Stränden und ihren besonderen silbrigen Lichtern begeistert den niederländischen Künstler immer wieder. Er bewegt sich bei seiner Malerei auf den Spuren der Haager Schule, die von 1870 bis 1920 die niederländische Kunst mitprägte.
Inzwischen sind die Werke von Arnold Voet schon in einigen Ausstellungen zu sehen gewesen, unter anderem in Hulshorst, Lattrop, Nordhorn, Uelsen und Itterbeck. Mit großem Erfolg präsentierte er sich auch beim Kunstmarkt in Ootmarsum, der zu den Größten in der Region gehört. Darüber hinaus hat er sich organisatorisch an einem Jongkind-Malwettbewerb zur Erinnerung an den 200. Geburtstag des niederländischen Impressionisten beteiligt. Darüber hinaus wurde er Sieger eines Malwettbewerbes zum Thema Landschaft in der Twenthe, das vom Rijksmuseum Twenthe in Kooperation mit der Zeitung Tubantia initiiert wurde
Ein Porträt über Arnold Voet ist im Buch „Grafschafter Köpfe“ erschienen.
Rahmenprogramm des Kunstmarktes
Zum Rahmenprogramm gehören am ersten Tag eine Giraffe auf Stelzen, das lebendes Bild einer Bienenkönigin und eine 3D-Straßenbeschilderung. Der musikalische Rahmen wird von Ed ten Hoedt und Inge Frimout gestaltet.
Am zweiten Tag wird die Ecke rund um die römisch-katholische Kirche mit einer zentralen Ausstellung zu einem äußerst lebendigen Platz der Kunst. Auch an diesem Tag wird musikalische Unterhaltung geboten. Der Tag endet mit einer spektakulären Lichtshow in der römisch-katholischen Kirche. Ähnlich gestaltet sich gleichfalls der letzte Tag des Kunstmarktes.