Dem „master of suspense“, Sir Alfred Hitchcock, haben Eva Götting-Ennen und Daniel Niers vom Schauspiel Dinner Nordhorn bei ihrem vorletzten Stück „Hitchcock a lá carte“ die Ehre erwiesen. In diesem Jahr wird es der amerikanische Schriftsteller Edgar Allan Poe (*1809 + 1849) sein, der im 19. Jahrhundert die Gattung der Kurzgeschichte sowie die Genres der Kriminal-, der Horror- und der Schauerliteratur entscheidend prägte.
Bei ihrem neuen Stück „Die stillen Leiden des Johann von Schürenberg“ widmet sich das Schauspiel-Dinner-Duo einem Klassiker der Schauerliteratur: „Das verräterische Herz“.
Poe erzählt darin die Geschichte eines Mordes. Die Erzählung gilt als Musterbeispiel für den Begriff des „suspense“ in der Literatur: Der Leser weiß von Anfang an, dass der Ich-Erzähler einen alten Mann töten wird. Die ganze Spannung richtet sich also auf das Wie.
Für ihr neues Stück haben Eva Götting-Ennen und Daniel Niers die Figuren des Kriminalhauptkommissars Johann von Schürenberg und der Forensikerin beziehungsweise Pathologin Dr. Viola Stein entwickelt, die schicksalhaft miteinander verbunden sind.
Natürlich geht es um Mord. Von Edgar Allan Poes Erzählung „Das verräterische Herz“ inspiriert, gibt es eine Mordserie, die Kriminalhauptkommissar Johann von Schürenberg aufzuklären hat. Das allerdings nur widerwillig, weil er kein Blut sehen kann und auch noch mit anderen persönlichen Problemen zu kämpfen hat. Ihm bei der Mordserie immer zur Seite steht die Forensikerin beziehungsweise Pathologin Dr. Stein, die die Mordopfer untersucht – natürlich mit der Maßgabe, der Mordursache auf den Grund zu gehen.
Um Edgar Allan Poe die ihm gebührende Achtung zu erweisen, haben sich Eva Götting-Ennen und Daniel Niers ganz tief in dessen schwarze und unheimliche Seele versetzt und eine Neu-Erzählung geschrieben, die die von Poe geschaffene Atmosphäre des Horrors wiederbeschwört – allerdings nicht ohne etwas schwarzen Humor, die zum Amüsement des Publikums beitragen wird.
Aufgeteilt ist das Stück in drei Akte. In den jeweiligen Pausen wird ein mehrgängiges Menü gereicht.
Veranstaltungsort ist in diesem Jahr das neu eröffnete ehemalige Kinozentrum „Capitol Treff 13 e.V.“ an der Neuenhauser Straße 13 in Nordhorn. Dort wird die Premiere des Stückes am 1. und 2. November gefeiert. Am 7. und 11. November ist es in „Ela´s Kitchen“ in Lingen zu erleben und am 23. November auf dem Ponyhof Niers in Neuringe. Die Preview kann bereits am 18. und 19. Oktober im Hotel Restaurant Kruse zum Hollotal in Neuenkirchen-Vörden besucht werden. Wer sich ein letztes Mal „Hitchco(o)ck á la carte“ anschauen will, kann das beim Festival zum 125. Geburtstag von Alfred Hitchcock in Eutin am 27., 28. und 29. September tun.
Danke für diesen erstklassigen Text
LikeLike