Ausstellung über Radiopiraten im Drents Museum Assen

Mitsingen, Radiostudios in Dachgeschossen und Piratenfestivals sind wieder im Vormarsch – zumindest in der Drenthe erlebt die Kultur der Radiopiraten ein Comeback. Piratensender haben heute ein paar 100 bis viele 1000 Hörer und Piratenfestivals sind gut besucht.

Vor allem die südöstliche Ecke der Drenthe ist untrennbar mit der Piratenkultur verbunden. In der Ausstellung „Donders dikke plaoten“, die noch bis zum 2. November im Drents Museum in Assen zu sehen ist, haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit diese Musikkultur kennenzulernen.

Musiker und Rundfunkgeräte

In der Ausstellung sind die am häufigsten verwendeten Rundfunkgeräte, seltene Singles und das einzigartige Material der Plattenfirma Telstar zu sehen; und zu hören gibt es Geschichten von Piraten und berühmten Musikern. Es gibt Video- und Audioporträts unter anderem von Jannes, Monica West und Henk Wijngaard. Aber auch der TikTok-Pirat Jordie Hemoes, der Ermittlungsbeamte Bé Muller und Albert van Veenen von Gigant FM erzählen ihre Geschichte. Jedes Zimmer hat seine eigene Piraten-Geräuschkulisse.

Piratenstationen in Drenthe

Obwohl die ersten Radiopiraten ihren Ursprung in Twente hatten, kommen heute die drei größten Piratensender der Niederlande aus Drenthe: Radio Olympia, Radio Continu und GigantFM.

Viele bekannte Piratenkünstler wie Jannes und Monica West haben ihre Wurzeln in Drenthe. Die hauptsächlich holländische Musik, die auf Piratensendern und auf Piratenfestivals zu hören ist, wird von den Mainstream-Popsendern oft nicht gespielt. Die „Piraten“ laufen hauptsächlich aus Dachböden und Schuppen. Ihre Studios sind oft ansprechend eingerichtet und in der Regel voll von Besuchern, die die Musik kommentieren. Diese Atmosphäre spiegelt sich in der Ausstellung wider. Die Präsentation entführt Musikliebhaber und Radiofanatiker in die Welt der illegalen Sender, des Ermittlungsdienstes und der Piratenfestivals. Kurzum: eine Ausstellung toller Musik von damals und heute.

Nähere Informationen: Drents Museum, Brink 1, 9401 HS Assen, Telefon 0592 377773, E-Mail: info@drentsmuseum.nl, Internet: www.drentsmuseum.nl. Geöffnet ist das Museum in der von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr.

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